Wie sollte man sich am Arbeitsplatz kleiden?

Es ist eine Entscheidung, auf die sich das Arbeitsrecht in den seltensten Fällen bezieht: die Wahl der richtigen Arbeitskleidung. Meist obliegt die Auswahl des richtigen Outfits dem Mitarbeiter selbst. Trotzdem gibt es einiges zu beachten.

Allgemein gilt: Arbeitnehmer dürfen selbst auswählen, mit welcher Kleidung sie zur Arbeit erscheinen. Ausnahmen gibt es natürlich zum Beispiel in Bereichen, in denen die Hygiene eine besondere Rolle spielt wie etwa in Krankenhäusern oder Großküchen.

Was sollte man vermeiden?

Gibt es keine offizielle und auch sinnvoll begründete Richtlinie bezüglich einer gewissen Arbeitskleidung, darf man sich eigentlich selbst aussuchen, was man anziehen möchte. Dabei gilt allerdings, dass man den nötigen Respekt für Kollegen und/oder Kunden natürlich wahren sollte. Wer in dreckigen oder verschwitzten T-Shirts auftaucht, wird sich damit vermutlich keine Freunde machen.

Was darf der Chef vorschreiben?

Grundsätzlich kann es auch in Branchen, in denen die Kleidung nicht zur Schutzwirkung getragen wird, Kleidervorschriften geben, etwa die obligatorische Krawatte in einer Bank. Als Arbeitnehmer kann man sich dagegen wehren, allerdings nur dann, wenn die Vorschrift die so genannte „Grenze der Zumutbarkeit“ überschreitet. Wo genau diese Grenze liegen soll, wurde bisher nicht klar definiert, allerdings dürfte es nur schwer möglich sein, sich auf diese Art und Weise gegen das Tragen einer Krawatte zu wehren.

Selbst auf die Unterwäsche können sich gewisse Vorschriften auswirken, etwa dann, wenn Unterwäsche durch die Oberbekleidung hindurch zu sehen ist. Ist die Unterwäsche allerdings nicht sichtbar, so können auch keine Vorschriften dahingehend gemacht werden.

Auch das Tragen von Schmuck, Ohrringen oder Piercings kann eingeschränkt werden, insbesondere dann, wenn ein Sicherheitsrisiko entsteht, da sich Schmuckstücke etwa in einer Maschine verfangen könnten oder weil die Accessoires als „nicht angemessen“ erscheinen. Der Faktor der „Angemessenheit“ ist hier in den meisten Fällen allerdings erneut Ermessenssache.

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