Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Computer werden immer leistungsstärker, Roboter immer begabter. Dies führt dazu, dass digitale Technik in weite Bereiche des Lebens Einzug hält – sei es im Beruf oder im Alltag. Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist die zunehmende Automatisierung zahlreicher Tätigkeiten. Eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung und Automatisierung auf die Arbeitswelt.

Mehr als 66 Millionen Jobs bedroht
Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Berufe in 32 OECD-Mitgliedsstaaten genauer unter die Lupe genommen. Etwa 14 % der untersuchten Jobs sind demnach einem sehr hohen Risiko der Automatisierung ausgesetzt. Das heißt, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 % diese Tätigkeiten in Zukunft von Maschinen und Computern ausgeführt werden. In relativen Zahlen hört sich dies nach einer überschaubaren Anzahl an, in absoluten Zahlen sind am Ende voraussichtlich doch rund 66 Millionen Menschen betroffen. Bei weiteren 30 % wird das Risiko als hoch eingeschätzt. Dies bedeutet nicht, dass diese Arbeit in Zukunft ganz wegfällt, sondern vielmehr ist hier eine massive Veränderung der Jobs zu erwarten.

Weiters hat die Studie starke regionale Unterschiede festgestellt. Am härtesten betroffen von der Automatisierung der Arbeitswelt ist voraussichtlich die Slowakei. Laut OECD-Studie sind dort rund ein Drittel der Jobs gefährdet. Am anderen Ende der Rangliste steht Norwegen – hier sind nur 6 % der Arbeitsplätze automatisierbar. Fazit: die südlichen Länder werden deutlich stärker unter einer zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung leiden als die nördlichen OECD-Staaten.

Routine-Aufgaben fallen in Zukunft weg
Ausschlaggebend ist letztendlich aber nicht unbedingt das Wohlstandsniveau, sondern vielmehr der Job selbst. So sind Tätigkeiten, die überwiegend aus Routineaufgaben bestehen viel leichter zu automatisieren als soziale oder kreative Aufgaben. Laut OECD sind das verarbeitende Gewerbe und die Landwirtschaft am stärksten betroffen. Aber auch zahlreiche Dienstleistungen können in Zukunft von Computern und Robotern übernommen werden. Letztendlich werden überwiegend gering qualifiziert Beschäftigte zu den Leidtragenden gehören. Aus diesem Grund rät die OECD auch Personen aus gefährdeten Berufen, frühzeitig an Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen und wenn nötig die Branche zu wechseln.

Allerdings sollte die Digitalisierung und Automatisierung nicht nur verteufelt werden. Natürlich werden durch diese neuen technologischen Entwicklungen auf den ersten Blick Arbeitsplätze verschwinden, aber letztendlich sollten dadurch nicht nur Kapazitäten frei werden, sondern auch zahlreiche neue Jobs entstehen. In der Vergangenheit haben technologische Fortschritte mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet.

Quelle: http://www.oecd.org/employment/future-of-work/

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