Wein als Geldanlage

In vino veritas – diese Weisheit kannten bereits die alten Römer. Dass man aus Wein aber auch eine ordentliche Rendite gewinnen kann, ist eine Tatsache, die vor 2.000 Jahren wohl nur schwer vorstellbar war. Im Hinblick auf die aktuellen Magerzinsen flüchten jedoch immer mehr Anleger in alternative Investmentmöglichkeiten: Immobilien, Luxusgüter – und seit einiger Zeit auch Wein.

 Top-Weine aus dem Bordelais

Auf der Welt gibt es zahlreiche Weingüter, die exzellente Weine produzieren. Will man jedoch in Wein investieren, kommen nur eine Hand voll Anbaugebiete infrage – allen voran die hochklassifizierten Weingüter in den Regionen rund um die südwestfranzösische Stadt Bordeaux. Die Weine, die hier produziert werden, haben einen besonderen Seltenheitswert und versprechen daher ansehnliche Wertsteigerungen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen „auf den Wein kommen“: In den letzten zehn Jahren sind die Preise – mit wenigen Ausnahmen – jedes Jahr um ca. zwölf Prozent gestiegen. Analysten prognostizieren, dass sich diese Größenordnung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Auswahl, Beschaffung und Lagerung

Wie bei jeder größeren Investition sind auch bei der Anlange in Wein einige Punkte zu beachten: Um z. B. nicht auf Fälscher hereinzufallen, sollten Investoren den Wein nur über spezialisierte Luxusweinhändler oder anerkannte Auktionshäuser beziehen. Außerdem spielt der Jahrgang eine wichtige Rolle: Vor dem Kauf sollte man sich ausreichend über „Top- und Flop-Jahrgänge“ informieren. Hilfreich ist das 100-Punktesystem des weltbekannten Weintesters Peter Parker. Ebenfalls maßgeblich ist die fachgerechte Lagerung: Der Wein sollte bei konstanten 10° bis 12°C, einer Luftfeuchtigkeit von 65 bis 85 Prozent, wenig Licht sowie erschütterungsfrei gelagert werden. Der einwandfreie Zustand der Flaschen (Etikett, Originalholzkisten) ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Weiterverkauf.

Nichts für Laien

Wer Wein als Anlageform nutzen möchte, sollte sich mit den edlen Tropfen allerdings nicht nur sehr gut auskennen, sondern auch das nötige Kleingeld mitbringen: „Ratsam ist es, mindestens 10.000 bis 15.000 Euro als Startkapital in die Weinanlage zu stecken“, rät der Experte Michael Brückner, der zu diesem Thema ein Buch verfasst hat. Dafür erhält man etwa zwölf gute Weine. Geduld und Zeit sind außerdem unabdingbar – die Mindestlagerdauer bei Kultweinen liegt bei fünf bis zehn Jahren. Danach steigt die Nachfrage nach solchen Weinen – und mit jeder getrunkenen Flasche zudem auch der Preis.

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