Warum gibt es bald keine 500-Euro-Scheine mehr?

Im öffentlichen Zahlungsverkehr werden sie schon lange nicht mehr benützt, bald sollen sie ganz aus dem Verkehr gezogen werden. Die Rede ist von der 500-Euro-Banknote, die mit Ende 2018 abgeschafft werden soll.

Fast jede zweite in Europa lebende Person hat ihn nie gesehen und sein Anteil am Gesamtvolumen der finanziellen Mittel, die sich im Umlauf befinden, beträgt gerade einmal drei Prozent. Beginnend mit diesem Jahr bis Ende 2018 soll der 500-Euro-Schein kontinuierlich aus dem Verkehr gezogen werden. Hat man derartige Banknoten also noch im eigenen Besitz, könnte es eine gute Idee sein, sie so bald wie möglich auszugeben. Wertlos werden die Geldscheine zwar vermutlich nicht so schnell, ein Umtausch in gültige Noten ist aber meist nur mehr über die jeweiligen Nationalbanken möglich.

Vielfältige Gründe für die Abschaffung

Die Beweggründe hinter der Entscheidung, den 500-Euro-Schein nicht mehr länger zu verwenden, sind vielfältig. Zuallererst ist klar, dass die wertvolle Banknote nicht unbedingt Teil des Alltagslebens ist – im Gegenteil. Viele (besonders kleinere) Geschäfte akzeptieren den Schein oft nicht und durch die Möglichkeiten des Onlinehandels oder kontaktloser Zahlungsmittel wird er auch nicht mehr so oft benötigt.

Ein weiterer Grund für die Abschaffung der violetten Banknote ist ihre Verwendung in illegalen Aktivitäten. Egal ob es um Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung geht, in jedem Fall ist der 500-Euro-Schein ein begehrtes Gut, erlaubt er doch den relativ problemlosen Transport großer Geldmengen. Eine Million Euro in 500-Euro-Scheinen wiegt etwa gerade einmal 2,2 Kilogramm, während dieselbe Summe in 50-Euro-Scheinen bereits 22 Kilogramm wiegen würde – ein beträchtlicher Unterschied.

Eine Warnung an Sammler

Alle Sammler, die jetzt hellhörig werden und planen, einige 500-Euro-Noten zu horten, um sie später zu höheren Preisen zu verkaufen, sollten sich dieses Vorhaben vielleicht noch einmal überlegen. Einerseits handelt es sich dabei natürlich nicht um eine günstige Sache, denn schließlich kostet jede Note derzeit eben noch genau 500 Euro. Andererseits ist, wie die Vergangenheit zeigt, zu erwarten, dass der Wert der Note zuerst drastisch fällt, sobald sie vollständig wertlos geworden ist. Es könnte also einige Jahre dauern, bis sich eine Investition in den 500-Euro-Schein als Sammlerstück auszahlt.

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