Tourismus: Thailand stößt an seine Grenzen

Im letzten Jahr war Thailand das viertprofitabelste Reiseziel der Welt. Die Besuche im Königreich haben im Jahr 2017 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro erwirtschaftet. Allerdings verursacht dieser Massentourismus auch enorme Schäden am Ökosystem des Landes. Der Zugang zu einigen mythischen Stätten wird daher eingeschränkt.

Zu volle Strände

Die idyllische Umgebung von Danny Boyles „The Beach“ aus dem Jahr 2000 mit Leonardo DiCaprio, Maya Bay auf der Insel Koh Phi Phi Ley im Süden des Landes, ist seit Juni 2018 nicht mehr über das Meer erreichbar. Jeden Tag wurde die Bucht von 5.000 Menschen gestürmt, wodurch sie erheblich litt. Ihre Korallenriffe drohen zu verschwinden, die Meeresfauna ist stark zurückgegangen und das Wasser füllt sich mit Abfällen aller Art.

Letztes Jahr begrüßte Thailand mehr als 40 Millionen Touristen – fast die Hälfte der Bevölkerung – und ein Großteil davon zieht nach Maya Bay. Tatsächlich wird der Standort, der eigentlich nur vier Monate lang geschlossen werden sollte, damit sich die Flora und Fauna regenerieren kann, nun auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.

Eine Insel voller Abfall

Im Westen des Landes, auf der Insel Phuket, ist der Abfall der Touristen so viel geworden, dass er das Ökosystem stark schwächt. Infolgedessen verschwinden sogar schon einheimische Schildkröten in der Gegend und der Müll stapelt sich regelrecht, wodurch der Ort unhygienisch wird. Dutzende Hotels müssen helfen, den Müll zu sammeln und die Touristen dazu ermutigen, dasselbe zu tun.

Missbrauchte Tiere

Im Norden des Landes werden sogar große tropische Tiere gefangen und gezüchtet, um die Touristen zufriedenzustellen. Tiger werden unter Drogen gesetzt, um Selfies mit ihnen machen zu können, Affen werden verkleidet, um wie Männer auszusehen und Elefanten sind Opfer wiederholter Misshandlungen für intensive Trainingszwecke. Viele Sehenswürdigkeiten werden außerdem von Händlern seltener Arten genutzt, um dort illegal Tiere zu verkaufen.

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