Sparbuch, Aktien, Fonds – so legen Österreicher ihr Geld an

Dass die Zinslandschaft schon seit geraumer Zeit nicht gerade rosig ist, ist bei Österreichs Sparern durchaus angekommen. Sparbücher, Bausparverträge, Lebensversicherungen und Pensionsvorsorgen sind daher naturgemäß eher wenig rentierlich. Somit werden der Vermögensauf bau und die Altersvorsorge allgemein schwieriger. Eine in Betracht zu ziehende Möglichkeit, doch noch Vermögen aufzubauen bzw. für das Alter vorzusorgen, ist die Investition in Wertpapiere. Mit Aktien, Fonds, Anleihen, Genussscheinen, Optionsscheinen uvm. gab und gibt es eine vielfältige Bandbreite an Investitionsmöglichkeiten. Doch im Nachhall der Finanzkrise von 2008 sank der Anteil der Österreicher, die in Wertpapiere investierten, auf 7 %. Ein Wert, der selbst in der vergangenen Dekade des Aktien-Booms noch weiter zurückging. Derzeit halten die privaten Haushalte in Österreich direkte Aktien mit einem Volumen von rund 26 Milliarden Euro.
Das bedeutet einen Anteil von 4,7 % am gesamten Investitionsvolumen (Aktienquote).

Vermögenszuwachs gegen den Trend

Trotz dieser Vorzeichen wachsen aber die Vermögen der Österreicher, vor allem aber deswegen, weil die Menschen immer wieder Teile ihres Erwerbseinkommens zur Seite legen. Die Rendite des Vermögens selbst ist so mager wie in sonst fast keinem europäischen Land. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Allianz-Gruppe Österreich („Private Vermögensrenditen in ausgewählten Euroländern“). Seit 2003 erzielten die österreichischen Haushalte demnach im Mittel nach Abzug der Inflation eine jährliche reale Rendite von 1,06 %.

Am Gewohnten festhalten

Bei den Österreichern steht das Wohneigentum laut des neuesten Gf K Stimmungsbarometers nicht nur weiterhin an der Spitze des Rankings der interessantesten Spar- und Anlageformen, sondern erreicht mit 45 % Zustimmung gar einen Höchstwert. Auf Platz zwei und drei folgen der Grundbesitz und der Bausparvertrag. An vierter Stelle liegt das Online-Sparkonto als zeitgemäße Alternative zum klassischen Sparbuch. Investmentfonds konnten deutlich an Interessenten gewinnen. Aktuell betrachten 25 % der Österreicher die Fonds als interessante Anlageform.

Übrigens: Kryptowährungen wie Bitcoin blieben trotz des zuletzt großen Hypes nur ein Nischenprodukt. Lediglich 5 % der Befragten halten die Kryptowährungen für eine interessante Spar- und Anlageform. Damit bleiben österreichische Sparer zumindest bis dato ihrem Ruf als konservative Anleger treu.

Quellen: GfK Austria (jährlich werden 2.000 Österreicher (ab 15 J.) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen –
unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt). Das „GfK Stimmungsbarometer“ wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht
(www.gfk.com). Allianz Studie „Vermögensrendite seit 2003“ (www.allianz.at).

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