Social Trading – Anlegen in der Community

Die Idee von Netzgemeinschaften beim Thema Geldanlage ist nicht neu. Schon zu Zeiten der Internet-Rallye um die Jahrtausendwende herum wurden in zahlreichen Internet-Foren Aktientipps ausgetauscht, viele Anleger folgten teilweise blind den Börsentipps ihrer meist anonymen Favoriten. Über Social Trading-Plattformen können Privatanleger seit einigen Jahren nicht mehr nur kommunizieren, sondern die entsprechenden Aktien, Fonds und Derivate auch gleich handeln. Trader handeln über diese Plattformen heute ganz öffentlich, sodass die jeweiligen Transaktionen wie auch der individuelle Erfolgsausweis für alle Nutzer jederzeit einsehbar sind. Dabei bleibt es den Followern überlassen, ob sie den Anlagestil eines Traders lediglich verfolgen und selbst kopieren oder ob sie die Transaktionen des Trades sogar vollautomatisch in ihrem eigenen Depot nachvollziehen lassen.

Die Anfänge des Social Tradings liegen bereits 10 Jahre zurück, als eToro mit Sitz auf Zypern sowie die beiden US-Anbieter CoVestor und Currensee mit ersten Angeboten auf den Markt kamen. 2012 startete das österreichische wikifolio, das seither ein beachtliches Wachstum vorweisen kann. Mehr als 60.000 Nutzer sind mittlerweile auf der Plattform registriert, inzwischen bieten die Wiener mehr als 4.000 Zertifikate auf wikifolios an, die an der Börse Stuttgart gehandelt werden können.

Im Zeitalter von Facebook, Twitter und Co. kommt der Erfolg der Sozialen Netzwerke in der Finanzwelt nicht überraschend. Anleger können den Händlern auf den Plattformen in Echtzeit in die Depots schauen und jede Transaktion verfolgen. Dazu liegen die Gebühren meist deutlich unter jenen der klassischen Fondsverwalter, die durch den an Fahrt gewinnenden Trend mehr und mehr unter Veränderungsdruck geraten und immer häufiger beginnen, eigene Social Trading-Strategien aufzulegen.

Bei allen Vorteilen, die Social Trading mit sich bringt, sollten Nutzer der Plattformen sich auch den Risiken bewusst sein. So sind es meist gerade die Depots mit der besten Performance, die mit einem überdurchschnittlich hohen Risiko und oftmals unter Hinzunahme von Derivaten oder hochriskanten Kursspekulationen geführt werden. Die maximale Schwankung eines Depots sowie die mittel- bis langfristige Entwicklung sollte bei der Beurteilung eines Traders daher unbedingt berücksichtigt werden.

5 Kommentare zu “Social Trading – Anlegen in der Community

  1. Zwar keine App, aber als Android User kann ich Google Now und die dazugehörigen Börsenkurse empfehlen. So hat man die Kurse von zuvor ausgewählten Aktien stets präsent am Smartphone ohne extra eine App starten zu müssen. Ein kleiner, nützlicher Helferlein.

  2. Ein recht eindruksfoller und interessanter Artikel!

    Dass etoro einer der Ersten waren, wusste ich noch nicht ^^

    Liebe Grüße

    Tradingmaus

  3. Das ist ja alles gut und schön,wenn alles so glatt laufen würde.Aber ich halte ehrlich nichts von Social Trading-ich möchte ehrlich nicht das jemand in mein Depot schaut und das da öffentlich machen.
    Gruß

  4. Ihr könnt allerdings eine kleine überschaubare Gruppe gründen die ist effektiver als 100 Leute zusammen,da weniger Fehler passieren.Wir sind zu viert und sind damit sehr gut beraten.

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