So wird KI die Arbeitswelt verändern

Wird künstliche Intelligenz den Menschen in der Arbeitswelt vollkommen verdrängen? Oder wird sie für mehr Wirtschaftswachstum sorgen?

Nach der Dampfmaschine (Kohle), dem Benzinmotor (Benzin) und der Atomkraft glauben viele Wissenschaftler, dass künstliche Intelligenz die vierte große industrielle Revolution in der Geschichte sein wird. Viele Persönlichkeiten, wie der ehemalige Microsoft-Chef Bill Gates oder der Geschäftsmann und Erfinder Elon Musk hinterfragen die Vorzüge eines denkfähigen Computers. Und aus gutem Grund sehen fast alle Science-Fiction-Werke (Literatur, Kino, Videospiele …) in der Entwicklung von künstlicher Intelligenz das Ende der Menschheit.

Keine voreiligen Schlüsse ziehen

Heute ist der schlaue Computer – im wahrsten Sinne des Wortes – noch nicht geboren. Auf der anderen Seite nutzen einige Unternehmen aber bereits intelligente Programme, um Mitarbeitern bei ihren täglichen Aufgaben unter die Arme zu greifen. Eine Zukunft, in der es einen Krieg zwischen Maschinen und Menschen gibt, ist noch weit entfernt. Betrachtet man aber den technologischen Fortschritt, der immer schneller voranschreitet, ist es legitim zu fragen, ob wir eines Tages durch Maschinen in der Arbeitswelt ersetzen werden. Und wenn das passieren würde, was wären die Konsequenzen in einer Gesellschaft, die den Wert von Arbeit als zentral betrachtet?

Das ist zur Zeit das Thema schlechthin bei den großen globalen Firmen. Wird diese Intelligenz Arbeitsplätze schaffen oder diese zerstören? Lohnt es sich, in diesen Bereich zu investieren? Diese Frage zu beantworten, scheint gerade noch unmöglich. In jedem Fall hat künstliche Intelligenz zu diesem Zeitpunkt noch keine Arbeitsplätze geschaffen, aber auch keine zerstört. Im Gegenteil, was man ihr anrechnen kann, ist, dass sie Beratungsfirmen Arbeit gibt. Gartner, McKinsey & Company und sogar die UN (die dieses Thema sehr ernst nimmt), profitieren von KI.

Wer wird betroffen sein?

Doch welche Bereiche und Branchen werden durch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz am meisten betroffen sein? Das Worst-Case-Szenario, in dem alle Menschen verdrängt worden sind und der Arbeitsmarkt zu einem alten Relikt der Vergangenheit gehört, scheint derzeit noch unvorstellbar. Fast alle Experten, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben, sind derzeit der Meinung, dass es unweigerlich zu einer Reduzierung von Arbeitsplätzen, aber gleichzeitig auch zu einer Schaffung von neuen kommen wird. Allerdings in anderen Sektoren.

Was man jetzt aber schon mit Sicherheit sagen kann, ist, dass die am wenigsten gefährdeten Angestellten diejenigen sein werden, die in einem unberechenbaren Bereich arbeiten. So wie diejenigen, die in Berufen arbeiten, die den Menschen direkt betreffen. Hinzu kommen Berufe, die soziale, emotionale, kognitive oder kreative Fähigkeiten erfordern, wie beispielweise Sozialarbeiter oder Künstler. Für diese Bereiche könnte die künstliche Intelligenz als Assistent dienen, aber es wird schwer sein, den Arbeiter aus Fleisch und Blut zu ersetzen. Auf der anderen Seite könnten allerdings Berufe wie Finanzanalytiker, Anwalt oder Ingenieur durch einen Roboter ersetzt werden. Das sind Jobs, die sowohl eine starke theoretische Wissensbasis als auch eine Datenanalysefähigkeit erfordern. Dies entspricht genau den Fähigkeiten einer KI.

Das schlimmste Szenario wird wahrscheinlich nicht eintreffen

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollten nicht miteinander verwechselt werden. Bei der Automatisierung geht es darum, Maschinen zu entwickeln, die einfache und sich wiederholende Aufgaben ausführen können. Es sind Prozesse, die vor allem in der Industrie vorkommen und für den Menschen ermüdend, langweilig und auf Dauer ohne persönliche Erfüllung sind. KI hat dagegen die Aufgabe, die Arbeitnehmer zu unterstützen, indem sie ihnen die Arbeit erleichtern. In diesem Fall kann ein Ingenieur, der eine neue Technologie entwickeln möchte, sich auf das eigentliche Konzept des Projekts konzentrieren, während sein KI-Assistent dafür verantwortlich sein wird, die Berechnungen durchzuführen und die Fehler zu finden, die mit seiner Entwicklung verbunden sind.

Darüber hinaus ist der rein wirtschaftliche Aspekt der KI-Entwicklung oft ein Faktor für die Sicherung der Beschäftigung. Denn die Verwendung einer KI stellt sowohl unter dem Gesichtspunkt der Erstinvestition als auch der Wartung einen enormen Kostenfaktor für das Unternehmen dar. Eine künstliche Intelligenz kann nur mit einer extrem leistungsfähigen Computerausrüstung wirksam sein. Experten sind sich auch einig, dass aktuelle Computer nicht die Kapazität haben, eine KI unterzubringen. Es wird daher notwendig sein, sich dem Quantencomputer zuzuwenden. Auch wenn diese Supercomputer noch nicht existieren, ist eines sicher: Sie müssten dauerhaft in Kästen bei einer sehr, sehr niedrigen Temperatur von ungefähr 0 Grad oder -273 Grad gelagert werden. Eine enorme Menge an Energie würde dazu benötigt werden.

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