Pro & kontra: Was spricht für und was gegen Dividendenanlagen?

Vor wenigen Wochen hat die Dividendensaison begonnen. Je nachdem, welche Aktien Anleger ihr Eigen nennen, können sie sich auch dieses Jahr wieder über attraktive Ausschüttungen freuen. Allein im ATX können in der Spitze bis zu 7% Dividendenrendite erzielt werden. Dividendenaktien sind bei vielen Anlegern sehr beliebt, doch neben den zahlreichen Vorteilen haben sie auch so manchen Nachteil.

Vorteile von Dividendenpapieren

Der offensichtlichste Vorteil von Dividendenaktien ist natürlich die Ausschüttung. In der Regel können sich Anleger einmal pro Jahr über eine Gutschrift auf ihrem Konto freuen. Diese steht zur freien Verfügung und kann entweder reinvestiert oder für andere Ausgaben verwendet werden. Dividenden können auch als passives Einkommen bezeichnet werden, denn der Anleger muss außer dem einmaligen Aktienkauf nichts weiter tun.

Zudem ist die Dividendenzahlung unabhängig vom aktuellen Aktienkurs. Das heißt, es spielt keine Rolle, ob die Aktie steigt oder fällt. Meist ist am Ende der erwirtschaftete Gewinn ausschlaggebend für die Höhe der Dividende. Im Idealfall steigt dieser jährlich und das Unternehmen passt dementsprechend die Ausschüttung an.

Bei der Auswahl von Dividendenaktien sollten Anleger daher darauf achten, dass sie nur in Unternehmen investieren, deren Geschäftsmodelle fast immer funktionieren und möglichst unabhängig von der Börsen- und Konjunkturentwicklung sind. Des Weiteren ist die Nachhaltigkeit der Ausschüttung wichtig. Wurden beispielsweise in der Vergangenheit regelmäßig Dividenden gezahlt – auch wenn dies keine Garantie ist – stehen die Chancen für zukünftige Zahlungen gut.

Nachteile von Dividendenaktien

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten – und auch Dividenden haben nicht nur Vorteile. Häufig werden Dividenden in den Medien als Alternative bzw. Ersatz für Zinszahlungen genannt. Dies ist leider falsch: Während Zinszahlungen vertraglich garantiert sind, sind Dividenden eine freiwillige Leistung des Unternehmens und können jederzeit gestrichen werden.

Viele Anleger sehen in den Ausschüttungen einen zusätzlichen Ertrag. Umso größer ist dann die Überraschung, wenn am Tag der Ausschüttung der Aktienkurs um mehrere Prozent einbricht. Was viele vergessen: Die Dividende reduziert den Aktienkurs genau um diesen Betrag. Steht beispielsweise eine Aktie bei 100 Euro und schüttet 10 Euro aus, ist sie nach der Dividendenzahlung nur noch 90 Euro wert.

Fokussieren sich Anleger auf das Thema Dividenden, schränken sie ihr zur Verfügung stehendes Anlageuniversum extrem ein. Eine Vielzahl von Unternehmen, vor allem Wachstumsunternehmen, reinvestieren lieber die Gewinne, anstatt einen Teil direkt an die Aktionäre auszuzahlen. Theoretisch sollte diese Art von Unternehmen schneller wachsen, was sich letztendlich auch im (steigenden) Aktienkurs widerspiegeln kann.

Disclaimer: Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar.

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