Nachhaltigkeit im Fokus – Folge 2: Klimaschutz auch fürs Portfolio

Immer mehr Anleger möchten wissen, welche Folgen die Klimaveränderung für ihr Vermögen hat. Um erfolgreich zu investieren, sind verlässliche Informationen zum Vorgehen der Unternehmen hinsichtlich CO₂-Reduktion nötig. Die UBS Climate-Aware-Strategie berücksichtigt solche zukunftsgerichteten Faktoren.

    Von Dr. Karsten Güttler, Spezialist für nachhaltige Anlagen bei UBS

Der Klimawandel gilt mittlerweile als eines der größten Probleme, mit denen wir konfrontiert sind. Die immer extremeren Wetterereignisse der letzten Jahre sind ein klarer Hinweis darauf, was ein Temperaturanstieg auf globaler Ebene verursachen kann. Das Klima auf unserem Planeten ist aber auch für Anleger und ihre Gelder von großer Bedeutung. So sind Unternehmen durch den Klimawandel größeren potenziellen Risiken ausgesetzt, weil der gesamte Unternehmenswert beeinflusst wird. Um den Ausstoß von Treibhausgasen als ein Hauptverursacher der globalen Erwärmung einzudämmen, haben sich im Jahr 2015 190 Staaten an der Klimakonferenz von Paris auf das 2 Grad-Ziel geeinigt, d.h. die Klimaerwärmung soll unter einem Wert von 2 Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Niveaus (ca. 1880) gehalten werden. Sowohl Unternehmen als auch Anleger tun gut daran, auch beim Klimawandel verschiedene Szenarien zu berücksichtigen wie z.B. die drei in der folgenden Darstellung:

Die Herausforderung: Eine schadstoffarme Wirtschaft

Quelle: Internationale Energieagentur, Energy Technology Perspectives, Daten per Juni 2017
für illustrative Zwecke

Um die Klimaziele zu erreichen, sind wirksame Maßnahmen im Sinne einer Abkehr von fossilen Brennstoffen und deren Ersatz durch erneuerbare Energiequellen unerlässlich. Doch es geht weit darüber hinaus: Unternehmen müssen bei der Analyse ihrer Wertschöpfungskette auch Maßnahmen definieren, durch die sie ihre Emissionsmengen zukünftig stärker reduzieren können.

Der Druck von Gesellschaft und staatlichen Institutionen, die CO2-Emissionen zu senken, führt aber auch zu Chancen, die Anleger gezielt nutzen können.

Öffentlicher Druck – zunehmende Regulierung

Mit dem Klimabeschluss von Paris aus 2015 haben sich die Unterzeichnerstaaten dazu verpflichtet, ihre versprochenen Beiträge zur Reduktion des CO2-Ausstoßes zu liefern und ihre Ziele im Laufe der Zeit immer höher zu stecken. Inzwischen gibt es zahlreiche Gesetze und Regelungen, die für Investoren von Bedeutung sind. Ein Beispiel: Im September 2018 beschloss der US-Bundesstaat Kalifornien ein Gesetz, das die Pensionskasse der öffentlich Bediensteten dieses Staates dazu verpflichtet, Klimarisiken in ihren Portfolios zu identifizieren sowie der Öffentlichkeit und dem Staat alle drei Jahre einen Bericht darüber vorzulegen. Auch in anderen Ländern wird der regulatorische Druck in Richtung nachhaltigere Anlagen zunehmen.

Unternehmen an ihren Klimazielen messen

Der bei Aktien-Portfolios häufigste Ansatz, klimabedingte Risiken zu senken, ist die Untergewichtung oder gar der Ausschluss von Unternehmen mit hoher CO2-Abhängigkeit und die Übergewichtung jener Firmen, die ein besseres „CO2-Profil“ aufweisen und weniger abhängig von fossilen Energiequellen sind. Diese Methode hat den Nachteil, dass sie auf typischerweise vergangenheitsbezogenen Daten beruht und die Anstrengungen eines Unternehmens zur künftigen Schadstoff-Reduktion nicht berücksichtigt. UBS verfolgt einen innovativen dreistufigen Ansatz, der den Nachteil der mangelnden Zukunftsorientierung direkt adressiert.

  1. Auch wir nutzen zwar vergangenheitsbezogene, statische CO2-Emissionsdaten, gehen aber bereits bei diesem ersten Schritt deutlich weiter. Wir definieren die von einem Unternehmen verursachten CO2-Emissionen breiter und beziehen beispielsweise auch die von Lieferanten verursachten Schadstoffe mit ein – so genannte „Scope 3-Emissionen“, die die meistens anzutreffenden Scope 1 und 2 Emissionen ergänzen und ein vollständigeres Bild der Emissionen bereitstellen. Neueste supranationale Regulationen wie z.B. der EU Action Plan on Financing Sustainable Growth stellt ebenfalls auf den Einbezug von Scope 3 Emissionen ab.
  2. Um das 2 Grad-Ziel zu berücksichtigen, betrachten wir den (Emissionsreduktions)-Pfad, den die verschiedenen Sektoren einschlagen müssen, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. So muss z.B. der CO2-intensive Versorgerbranche seine Emissionen viel stärker senken als die Finanzbranche. Innerhalb jeder Branche wiederum analysieren wir die Situation der einzelnen Unternehmen, indem wir bewerten, wie sie sich positionieren oder wie engagiert sie ihre Reduktionsziele verfolgen, z.B. durch Berücksichtigung der Forschungsbudgets oder Art der Umrüstung der Produktion. In diesem zweiten Schritt bewerten wir auch positiv, wenn ein Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist und beurteilen die Risiken, wenn ein Unternehmen über eigene Reserven an fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl oder Gas verfügt – potenzielle „stranded assets“, die zukünftig zu Abwertungen von Bilanzpositionen führen können, was für Investoren eine zunehmende Relevanz bekommt.
  3. Mit unserem regelbasierten Modell bewerten wir jedes Unternehmen aufgrund seines aktuellen CO2-Fussabdrucks, der CO2-Intensität, nach der Art von Energiequellen, die genutzt werden (Kohle, Öl, erneuerbare Energien etc.) sowie nach der Wahrscheinlichkeit, dass der CO2-Emissionstrend und das zukünftige Engagement des Unternehmens zur Schadstoffreduktion mit dem 2 Grad-Ziel übereinstimmen.

Anlegern stehen praxiserprobte, zielgenaue Lösungen zur Verfügung

Auf der Basis dieses Konzepts hat UBS mehrere Anlagefonds lanciert, die sich jeweils an einem Weltaktien-Index orientieren, z.B. am MSCI World-Index. Es werden keine Bereiche der Wirtschaft ausgeschlossen, sondern die Fonds berücksichtigen den Beitrag der Unternehmen zu einer schadstoffarmen Wirtschaft. Konkret wird verstärkt in jene Unternehmen investiert, die auf gutem Weg sind, mit ihren Maßnahmen zur Einhaltung des 2 Grad-Ziels beizutragen oder die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Zielgerichtet weniger stark engagieren sich die Fonds in jenen Firmen, die überdurchschnittliche Mengen an Treibhausgasen emittieren oder die über eigene Kohle-, Öl- und Gasreserven verfügen.

Grundsätzlich haben Anleger heute die Möglichkeit, langfristig Positives – auch im Klimakontext – zu bewirken. Dies geschieht, indem sie sich bei Unternehmen engagieren sowie Geschäftsmodelle und Aktivitäten beeinflussen, die den Klimawandel verträglicher machen. Eine breite Angebotspalette steht bereit.

Disclaimer/Marketingmitteilung:Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar. Es handelt sich lediglich um eine Marketingmitteilung, welche nicht als individuelle Anlageberatung zu qualifizieren ist. Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung. Die dargestellten Produktinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Maßgeblich sind allein die Anlage-/Emissionsbedingungen gem. den gesetzlichen Verkaufsunterlagen, die Sie auf der Website der Anlagegesellschaft (z. B. Emittentin, Kapitalanlagegesellschaft, Beteiligungsgesellschaft) einsehen bzw. ausdrucken können oder in Schriftform bei der Anlagegesellschaft erhalten. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen und beachten Sie, dass die dargestellten Finanzinstrumente den allgemeinen Wertpapierrisiken unterliegen, insbesondere auch dem Bonitätsrisiko des Emittenten und dem Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Aktuelle Produktinfos (PRIIP/KID) sind weiters über unsere Homepage in der Detailansicht des jeweiligen Produktes abrufbar.

 

 

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