Millennials und ihre Beziehung zur Arbeitswelt

Schätzt die Generation Y die Arbeitswelt? Während viele von einer desillusionierten Generation sprechen, haben Millennials, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden, eine besondere Beziehung zur Arbeit. Angesichts einer sich ständig verändernden Welt haben sie manchmal eine eher pessimistische Sicht auf das Berufsleben, manchmal aber auch eine pragmatische oder sogar optimistische Sicht ihrer Rolle in der Arbeitswelt und der Zukunft.

In der Millennials-Frage gibt es mehrere Visionen. Für einige stehen die treibenden Kräfte von morgen im Einklang mit der modernen Gesellschaft und den neuen Berufspraktiken mit der Entwicklung vernetzter Fabriken, der Entstehung von KI in einigen Diensten und dem Ende lebenslanger Arbeitsplätze. Für andere werden sie Teil einer geopferten Generation sein, die nie wirklich funktionieren und durch Maschinen ersetzt wird.

Zwei Visionen, die möglicherweise zusammenkommen, aber wie oft ändert die Perspektive den Zweck. Und was denken Millennials über diese Generation, zu der 18-Jährige und 35-Jährige gehören?

Französische Millennials sind pessimistischer

Laut einer Studie von Domplus und BVA, die auf 1002 französischen Antworten basiert und im Februar 2018 veröffentlicht wurde, ist die Beschäftigung ein Thema, das junge Menschen stört. Sie sind nicht sehr optimistisch. 82% der unter 35-Jährigen glauben, dass es für sie schwierig sein wird, im Berufsleben Erfolg zu haben. Ebenso erklären 86% von ihnen, dass die Situation ihrer finanziellen Ressourcen ein tägliches Problem ist.

Angesichts dieser pessimistischen Zahlen kommt eine weitere Studie zum Gegengewicht, dass 36% der Millennials glauben, dass ihre finanzielle Situation besser sein wird als die der älteren Generation. Diese von Deloitte in Auftrag gegebene Studie mit 8000 Millennials aus 30 Ländern von 2017 zeigt ein optimistischeres Bild dieser „jungen Leute“. Ihren Ergebnissen zufolge glauben 31% der Befragten, dass sie glücklicher sein werden als ihre Eltern.

Während wir Generationen um jeden Preis trennen wollen, fühlen sich Millennials nicht so weit von den Sorgen ihrer älteren Kollegen entfernt. Für 47% von ihnen liegt ihre Vision des Berufslebens laut der BVA-Studie nahe an der der älteren Generation.

Gehalt ist immer das erste Kriterium für die Beschäftigung

Wenn man sich die Zahlen der 30 glorreichen Jahre (1945 – 1975) ansieht, dann waren die Art der Arbeit und der Aufgaben ein wichtigeres Kriterium als das Gehalt, da in einer Wachstumsperiode die Löhne rasch voranschreiten.

Heute ist das Gehaltsniveau für 71% der Befragten das vorherrschende Kriterium für die Auswahl eines Arbeitsplatzes. Beachten Sie, dass diese Zahl für ältere Millennials (30-34 Jahre) höher ist, 74% gegenüber 68% für die jüngsten (18-24 Jahre), wobei Letztere noch elterliche Hilfe erhalten oder aus dem Ausland kommen, um zu studieren. Dann folgt die Arbeitsatmosphäre, die in 62% der Fälle wichtig ist, und der Inhalt der Arbeit für 45% der Befragten.

Auf die Frage nach den Bereichen mit der größten Erwartung in der Arbeitswelt, sagen die Befragten, dass die allgemeine Atmosphäre und das Teamwork für sie vorherrschend erscheinen (47% der Antworten), noch vor Sozialleistungen (42%) und der Möglichkeit eines beruflichen Aufstiegs (41%).

Millennials vertrauen auf neue Technologien und ihre Kinder

Laut der Deloitte-Studie sind 18-34-Jährige durchaus optimistisch, was den Einsatz neuer Technologien zur Unterstützung ihrer täglichen Arbeit angeht. 50% der Befragten in Frankreich glauben, dass Technologie die Gesamtproduktivität verbessern wird und 39% von ihnen glauben sogar, dass neue Technologien zum Wirtschaftswachstum beitragen. Weltweit glauben fast zwei Drittel der Millennials, dass diese Technologien die Produktivität steigern werden. Darüber hinaus erwarten 25% von ihnen in naher Zukunft eine wirtschaftliche Verbesserung, die es ihnen ermöglicht, sich beruflich weiterzuentwickeln.

Die interessanteste und auch die optimistischste Zahl in Bezug auf die Deloitte-Studie ist zweifellos die in Bezug auf die Zukunft der Millennials. Für 53% der befragten Jugendlichen wird sich die nächste Generation, also ihre eigenen Kinder, positiv auf die Unternehmen und die Arbeitswelt auswirken.

Eine Auswertung dieser beiden Studien zeigt, dass selbst wenn die Millennials sich Sorgen um ihre finanzielle Situation und ihre berufliche Stabilität machen, sie immer noch zuversichtlicher und pragmatischer sind als die älteren Generationen – was die Rolle neuer Technologien im Arbeitsbereich betrifft. Sie glauben, dass „Maschinen“ eher eine Hilfe und ein Beschleuniger des Wirtschaftswachstums sind, als dass sie es bremsen. Ebenso sind sie hinsichtlich der Zukunft ihres Nachwuchses meist optimistisch.

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