Nachhaltigkeit im Fokus – Folge 3: Mehr Geschlechtergleichheit, mehr Erfolg

Ein möglichst hoher Anteil von Frauen in der Unternehmenswelt ist nicht nur gesellschaftlich erwünscht, sondern zahlt sich nachweislich aus. Deshalb ist das Thema der „Gender Diversity“ auch für Anleger attraktiv.

    Autor: Dr. Karsten Güttler, Spezialist für nachhaltige Anlagen bei UBS

Wer nachhaltig investiert, achtet auf die sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance). Unternehmen, die bestimmte Mindestkriterien in Bezug auf Umwelt, Soziales oder gute Unternehmensführung (Governance) erfüllen, werden von nachhaltig orientierten Anlegern bevorzugt. Die Gender Diversity, also eine Firmenpolitik, die ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern in verschiedenen Funktionen anstrebt, hat sich zu einem immer bedeutenderen sozialen und Governance-Kriterium entwickelt.

Bei Anlageentscheidungen zu Unternehmen, bei denen konkret auch die „Geschlechterbrille“ einfließt, geht es u.a. um Diversität am Arbeitsplatz (ausgewogener Anteil Männer und Frauen) und um Gleichstellung (gleiche Karrierechancen und Vergütung). Bei Anlagen in börsennotierte Unternehmen steht in der Regel ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Unternehmen im Vordergrund. Das bedeutet, es wird geprüft, ob der Frauenanteil in Führungsgremien und in der Geschäftsleitung dem Männeranteil entspricht sowie der Grad der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Erzielung von Gender-Diversity weltweit ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Einem Bericht des World Economic Forum WEF aus dem Jahr 2016 zufolge könnte es beim derzeitigen Fortschrittstempo noch über 80 Jahre dauern, bis die globale Gender-Kluft in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Politik vollständig geschlossen ist. Doch die Erfahrung aus anderen Gebieten zeigt, dass die Entwicklung nicht immer linear verläuft.

Nachweisbar erfolgreich 

Zahlreiche Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Geschlechtergleichheit und finanziellem Erfolg von Unternehmen hin. Das gilt unter anderem für den Zusammenhang zwischen einer stärker weiblich besetzten Geschäftsleitung und überdurchschnittlichem Umsatzwachstum und Cashflow sowie niedrigerer Verschuldung. In anderen Untersuchungen wiederum hat sich gezeigt, dass sich Diversität positiv auf Faktoren auswirkt, welche die Performance eines Unternehmens unterstützen, zum Beispiel Güte der Entscheidungsfindung und Problemlösung im Gruppenkontext. Heterogene Teams erzielen in der Regel bessere Ergebnisse als homogene. Eine Studie des Peterson Institute for International Economics gelangt zum Schluss, dass große börsennotierte Unternehmen mit einem Frauenanteil von mindestens 20 Prozent in obersten Führungspositionen (Aufsichtsräte und Geschäftsleitung) gegenüber Unternehmen mit weniger Gender Diversity nach verschiedenen Kennzahlen profitabler sind als übrige Unternehmen – Kennzahlen, die auch für den Aktienpreis an sich von zentraler Bedeutung sind.

Bessere Performance durch Gender Diversity

Kennzahlen von US-Firmen mit einem Anteil von mindestens 20% Frauen im Aufsichtsrat und im Top-Management.

Quelle: UBS Asset Management, Bloomberg, per 4. Juni 2019. Kennzahlen von Unternehmen aus dem Russel 1000-Index.

Ein investierbares Thema 

In den letzten eineinhalb Jahren wurden verschiedene Börsenindizes entwickelt, bei denen Fragen der Geschlechtergleichheit bzw. Gender Diversity eine wichtige Rolle spielen. So wurde beispielsweise 2017 der „Solactive Equileap Global Gender Equality 100 Leaders Index“ geschaffen. Dieser globale Akien-Index umfasst die 100 Unternehmen, die in diesem Bereich eine global führende Stellung einnehmen. Der börsengehandelte Indexfonds UBS Global Gender Equality ETF ist eine Anlagelösung, welche diesen Index nachbildet und somit Anlegern einen einfachen Zugang zu diesem Anlagethema ermöglicht. Ein Vergleich der Performance mit dem ebenfalls globalen und beliebten MSCI World muss in keinem Fall gescheut werden.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist eines der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN „SDGs“). Anleger können Kapitalströme dorthin lenken, wo sie gebraucht werden und gleichzeitig der Unternehmensleitung und anderen Anspruchsgruppen ihre Unterstützung in Bezug auf diesen Aspekt signalisieren. Nach unseren Beobachtungen werden Unternehmen, die sich durch Gender-Diversity auszeichnen, auch in Bezug auf ihre Produkte und Dienstleistungen sowie das Management ihrer ökologischen und sozialen Präsenz überdurchschnittlich gerecht.

Eine solche Kombination von finanzieller Attraktivität der Anlage mit einem vorteilhaftem Nachhaltigkeitsprofil nennen wir bei UBS „Performance Plus“.

Disclaimer/Marketingmitteilung:Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar. Es handelt sich lediglich um eine Marketingmitteilung, welche nicht als individuelle Anlageberatung zu qualifizieren ist. Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung. Die dargestellten Produktinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Maßgeblich sind allein die Anlage-/Emissionsbedingungen gem. den gesetzlichen Verkaufsunterlagen, die Sie auf der Website der Anlagegesellschaft (z. B. Emittentin, Kapitalanlagegesellschaft, Beteiligungsgesellschaft) einsehen bzw. ausdrucken können oder in Schriftform bei der Anlagegesellschaft erhalten. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen und beachten Sie, dass die dargestellten Finanzinstrumente den allgemeinen Wertpapierrisiken unterliegen, insbesondere auch dem Bonitätsrisiko des Emittenten und dem Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Aktuelle Produktinfos (PRIIP/KID) sind weiters über unsere Homepage in der Detailansicht des jeweiligen Produktes abrufbar.

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