Know-how: Der erste Trade – Handelsplätze und Order-Typen

Wertpapiere können heute mit wenigen Mausklicks in Bruchteilen von Sekunden gekauft und verkauft werden – trotzdem gibt es einiges zu beachten.
Nachdem die Frage, welches Wertpapier in das Depot einziehen soll, geklärt ist, steht die nächste Entscheidung an: Wo soll dieses Wertpapier gekauft werden? Soll die Order an einer Börse platziert werden, oder ist der so genannte Direkthandel besser geeignet?

Fällt die Wahl auf eine Börse, z.B. Wien, Xetra, Frankfurt oder New York (eine vollständige Auflistung aller bei Hello bank! verfügbaren Börsen finden Sie hier, wird gewährleistet, dass der Handel und die Abwicklung von Börsengeschäften durch die jeweilige Handelsüberwachungsstelle fortlaufend überwacht werden. Auf diese Weise soll ein ordnungsgemäßer Handel sichergestellt und Marktpreismanipulationen frühzeitig erkannt werden.

Eine Alternative zum klassischen Börsenhandel ist der Direkthandel oder auch außerbörsliche Handel. Wie es der Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden. In diesem Fall handeln Anleger direkt mit den Emittenten von Wertpapieren oder mit Wertpapierhandelshäusern (alle Direkthandelspartner der Hello bank! finden Sie hier. Während beim Börsenhandel die Öffnungszeiten der jeweiligen Börsen den Handel limitieren, ist der Direkthandel häufig flexibler. Je nach Handelspartner können Anleger hier auch außerhalb der Börsenzeiten – teils sogar am Wochenende – aktiv werden. Ein weiterer Pluspunkt sind meist günstige Konditionen.

Orderarten – wie am besten handeln?
Je nach Markterwartung und Risikoneigung des Anlegers macht es Sinn Wertpapiere nicht einfach zu kaufen oder zu verkaufen, sondern die Order eventuell mit einem Zusatz zu versehen. Auch bei sehr illiquiden Aktien kann dies Anleger vor unangenehmen Überraschungen bewahren.
Die einfachste Orderart ist Billigst bzw. Bestens. Hier wird der Kauf- bzw. Verkaufsauftrag ohne Angabe eines Preislimits weitergegeben. Auf diese Weise wird der gesamte Auftrag so schnell wie möglich zum bestmöglichen Preis gekauft bzw. verkauft.
Mehr Kontrolle über den Preis erhält man mit einer Limit-Order. Durch die Angabe eines Preislimits muss ein Kaufauftrag zu diesem festgelegten Kurs oder zu einem niedrigeren Kurs ausgeführt werden. Ein limitierter Verkaufsauftrag muss zum Preislimit oder zu einem höheren Kurs ausgeführt werden.
Eine ebenfalls sehr nützliche Orderart sind Stops. Stop Buy bedeutet beispielsweise, dass sobald der Börsenkurs das vorher festgelegt Niveau erreicht bzw. überschritten hat, wird die Order zu einem unlimitierten Auftrag Billigst-Order ins Auftragsbuch gestellt und somit zum nächstmöglichen Kurs gekauft.
Mit einer Stop-Loss-Order können Anleger zu einem gewissen Teil unerwünschte

Verluste verhindern bzw. bereits erzielte Gewinne schützen. Eine Stop-Loss-Order wird unterhalb der aktuellen Notierung des jeweiligen Wertpapiers platziert. Sobald dieser Kurs erreicht oder unterschritten wird, wird die Order zu einer Bestens-Order. Das heißt, das Wertpapier wird zum nächstmöglichen Kurs veräußert. Allerdings gibt eine Stop-Loss-Order keine Verkaufskursgarantie. Je nach Gegebenheit kann der letztendlich erzielte Verkaufskurs auch unter dem gewünschten Kurs liegen.
Eine andere Variante wäre eine Stop-Limit-Order. Hier werden zwei Limits gesetzt: Ein Stop Limit und ein zusätzliches Limit, das nach Erreichen des Stop Limits wirksam wird. Dies hat zur Folge, dass sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) erreicht ist, der Auftrag automatisch als Limit-Order in das Auftragsbuch fließt.

Eine leicht abgewandelte Art der Stop-Loss-Order ist die Trailing-Stop-Loss-Order. Bei dieser Orderart wird der Verkaufslevel einer Position bei einem steigenden Kurs automatisch nach oben angepasst. Anleger können hierfür in der Regel einen prozentualen Abstand oder einen absoluten Abstand zum Kaufkurs angeben. Steigt das Wertpapier, werden somit keine Kursgewinne verpasst. Fällt der Kurs des Wertpapiers dagegen auf den jeweils aktuellen Stop-Wert oder unterschreitet diesen, wird die Trailing-Stop-Loss-Order als Bestens-Order weitergeleitet.

Sonderform: die eine löscht die andere
Eine Orderart, die nur im außerbörslichen Handel verfügbar ist, ist die One-Cancels-the-Other-Order (OCO). Bei dieser Order wird eine Limit-Order (Verkauf) für eine bereits bestehende Position mit einer Stop-Loss-Order kombiniert. Bei Erreichen des Verkaufslimits wird die Order ausgeführt und die Stop-Loss-Order gelöscht (gecancelt). So kann beispielsweise bei steigenden Kursen zum festgesetzten Limit verkauft werden, bei einer gleichzeitigen Absicherung der Position durch das definierte Stop-Loss-Limit. Fällt der Kurs des Wertpapiers jedoch auf bzw. unter die Stop-Loss-Marke, wird die Order zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt und die Verkaufsorder ersatzlos gestrichen.

Weitere Orderarten und Beispiele finden Sie auch auf hellobank.at/trading unter dem Menüpunkt „Orderarten“.

 

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