Ist das Ende der Smartphone-Ära gekommen?

Erstmals seit Beginn des Smartphone-Booms, der 2008 mit der Vorstellung des ersten iPhones von Apple begann, ist der globale Absatz der High-end-Handys zurückgegangen. Die Branche rüstet sich für eine Zukunft, in der Mobiltelefone an Bedeutung verlieren könnten. Doch was tritt an ihre Stelle? Ausgerechnet heuer, zum Mobile World Congress in Barcelona, überraschte der Handy-Pionier Motorola mit einer ungewöhnlichen Frage an das Publikum: Stimmt deine Phone-Life-Balance noch? Die Frage birgt Zündstoff, denn sie spricht eine Fehlentwicklung an, die mittlerweile auf breiter Ebene diskutiert wird: „Smartphones sollen Spaß machen und den menschlichen Austausch fördern, aber die Leute nicht in „Smombies“ (Smartphone-Zombies) verwandeln, die bloß noch in sich gekehrt aufs Handydisplay starren“, heißt es aus Expertenkreisen.

 Ich und mein Smartphone

Österreicher beschäftigen sich durchschnittlich drei Stunden am Tag mit ihrem Handy. Im Jahr 2008 lag dieser Wert noch bei 15 Minuten. Besonders intensiv nutzen die unter 20-Jährigen ihr Smartphone. Über die Hälfte aller Österreicher kennen inzwischen das Phänomen des Phubbing, des Vernachlässigens der Interaktion mit den Mitmenschen zugunsten eines Smartphones. Noch haben die Hersteller keine Lösungen gefunden. Aber aber einig ist man sich darüber, dass der Schlüssel nicht unbedingt in mehr technischen Features liegt.

 Ein Markt im Umbruch

Das Smartphone verliert an Zugkraft. Zum ersten Mal überhaupt meldeten die Marktforscher im Schlussquartal 2017 einen schrumpfenden Markt. Nach mehr als 430 Millionen internetfähigen Telefonen im vierten Quartal 2016 kauften Kunden Ende 2017 nicht mal mehr 410 Millionen Geräte weltweit. Ein Minus von 5,5 Prozent.

Was kommt danach?

Ganz verschwinden werden die smarten Phones wohl nicht. Aber sie müssen wohl bald Platz machen für neue Gadgets, wie smarte Brillen, simultan-übersetzende Ohrstöpsel oder intelligente Kleidung. Ein Teil davon erobert schon die digitalen Märkte!

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