Indien – Ein Gigant an der Schwelle zum Global Player

Indien zählt zu den rasant wachsenden Schwellenländern. Der asiatische Subkontinent ist sogar die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt – mit sechs bis acht Prozent Wachstum pro Jahr seit 2013 liefert sich das Land ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit China.

Diese Entwicklung hält weiterhin an. Ökonomen des britischen Forschungsinstitutes CEBR prognostizieren, dass Indien in diesem Jahr weltweit zur fünftgrößten Wirtschaftsmacht aufsteigen und Großbritannien (2017: Rang 6*) und Frankreich (2017: Rang 5*) überholen werden.

Politik zeigt Reformwille

Die guten Kennzahlen werden durch die jüngsten Schritte der reformwilligen Regierung unterstützt. Dazu gehören eine Einschränkung des Bargeldverbots zur Eindämmung der Schattenwirtschaft, die Bekämpfung der Korruption und die Einführung einer einheitlichen Umsatzsteuer als Ersatz für viele lokale Steuern zur Jahresmitte 2017. Die gute Stimmung soll andauern: Nach überwiegender Analysten-Meinung sollen die Unternehmen im Aktienindex MSCI India 2018 ein Gewinnplus von durchschnittlich rund 22 Prozent verzeichnen. Wohlgemerkt: Das sind Prognosen auf der Basis aktueller Kennzahlen, die eintreten können – oder aber nicht.

Beteiligungen unterliegen einem Limit

Anders als in China sind Auslandsinvestitionen in nahezu allen Sektoren erlaubt. Indien ist das drittgrößte Zielland für Auslandsinvestitionen in Asien, angeführt von China und Singapur. Die Regierung fördert Direktinvestitionen unter dem programmatischen Namen „Make in India“.

Dennoch ist der Anteilsbesitz an öffentlich gehandelten Beteiligungen wie Aktien weiterhin limitiert. Der Aktienhandel selbst findet an den beiden großen Börsen in Mumbai statt, der NSE und der BSE. Für ein Investment in den indischen Aktienmarkt stehen zwei Indizes (MSCI India und Nifty 50) mit derzeit vier ETFs zur Auswahl, die allesamt bei der Hello bank! handelbar sind.

Die Risiken im Auge behalten

Das Wachstum der indischen Wirtschaft scheint aufgrund der gegebenen Bedingungen rasant weiterzugehen, könnte aber durch politische Risiken gebremst werden. Anleger müssen sich der Risiken eines Schwellenmarktes bewusst sein und sollten ein Investment allenfalls als Beimischung im Depot in Betracht ziehen.

* Quelle: statista

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