Immobilienmarkt Österreich – Preise gehen sprichwörtlich durch die Decke

2016 sind die Preise für österreichische Immobilien kräftig nach oben geschossen. Während sich in den Städten die Preisspirale weiterdreht, zeichnet sich in einigen Regionen jedoch eine Beruhigung ab.

Wer in den vergangenen Jahren eine Immobilie in Österreich erworben hat, der könnte heute schon wieder über einen Verkauf nachdenken. Jedenfalls wenn es beim Erwerb um kurzfristige Gewinne gegangen ist. Allein im vergangenen Jahr haben die Preise für Wohnimmobilien in Österreich um 7,3 Prozent zugelegt. In den ersten 9 Monaten 2016 verzeichnete Österreich mit einem Plus von 9,1 Prozent den vierstärksten Preisanstieg innerhalb der EU, lediglich Ungarn, Schweden und Lettland meldeten noch höhere Werte.

Aufholjagd der Bundesländer

Klammert man die Preisentwicklung in der Hauptstadt einmal aus, sind die Immobilienpreise im zurückliegenden Jahr sogar noch deutlich stärker gestiegen. Außerhalb Wiens verteuerten sich Immobilien im zweiten Quartal 2016 um satte 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und verzeichneten damit den kräftigsten Aufschlag seit mehr als vier Jahren. Erst in der zweiten Jahreshälfte verlangsamte sich der Preisanstieg auf einen Wert um 5,2 Prozent im Schlussquartal. Allerdings ist die unterschiedliche Entwicklung im vergangenen Jahr lediglich als Aufholjagd der übrigen Bundesländer denn als eine Trendwende in Wien zu interpretieren. Seit 2010 waren die Wohnungspreise in Wien um 71,8 Prozent nach oben geschossen, Häuser in Salzburg verteuerten sich im gleichen Zeitraum um mehr als 35 Prozent.

Robuste Konjunktur

Getrieben werden die Immobilienpreise auch von der anhaltenden Niedrigzinspolitik innerhalb der EU und dem robusten Konjunktur in Österreich. Volkswirte messen dem Immobiliensektor eine wichtige Rolle für das Wirtschaftswachstum eines Landes bei, zählen Immobilien doch zu den wichtigsten Vermögensbestandteilen der privaten Haushalte. Zum einen beeinflussen Wertsteigerungen von Häusern und Wohnungen das Konsumverhalten der Besitzer, zum anderen wirken sie sich positiv auf die Kreditfähigkeit aus und geben somit deutlich mehr Spielraum für neue Investitionen.

Auch 2017 dürften die Immobilienpreise weiter ansteigen, vor allem in den Ballungszentren erwarten Branchenexperten weiterhin eine kräftig anziehende Nachfrage und ein nur gering wachsendes Angebot. Einfamilienhäuser und Wohnungen in den Großstädten dürften in diesem Jahr die kräftigsten Wertzuwächse verzeichnen, in ländlichen Regionen zeichnet sich hingegen eine leichte Entspannung ab.

Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML-Tags und Attribute können Sie verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren   Akzeptieren