Im Westen viel Neues

Am 8. November wird in den USA über die Nachfolge von Barack Obama abgestimmt. Wenn die US-Bürger an die Urnen gebeten werden, schaut die ganze Welt gespannt zu. Wahljahre sind in der Regel spannende Börsenjahre.

Nach den Vorwahlen der letzten Wochen wird es immer wahrscheinlicher, dass Hillary Clinton als Vertreterin der Demokraten und der Republikaner Donald Trump im November gegeneinander zum Showdown antreten.

Was in der Politik passiert, wird an der New Yorker Wall Street genau verfolgt. Denn es wird weitreichende Auswirkungen auf die weltgrößte Volkswirtschaft haben, wer das Land regiert. „Die Wahlen sind für Anleger ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor, der an den Finanzmärkten für Turbulenzen sorgen könnte“, sagt Jeffrey Hirsch, Herausgeber des Börsenbriefes „Stock Trader’s Almanac“ – und erinnert an die beiden letzten starken Kurseinbrüche der Jahre 2000 und 2008, die eng mit dem Ende der achtjährigen Amtszeit eines US-Präsidenten zusammengefallen sind.

Wettbörsen wie PredictIt beziffern die Wahrscheinlichkeit auf 62 Prozent, dass Hillary Clinton im Weißen Haus einzieht. Ihr Widersacher Sanders kommt auf nur 8 Prozent. Für den republikanischen Spitzenkandidaten Trump taxieren die Buchmacher die Chance auf einen Sieg auf 31 Prozent.

Demokraten als Lieblinge der Börsen

Behält die Wettbörse Recht, wäre das ganz nach dem Geschmack der Anleger. Zwar gelten die Republikaner traditionell als wirtschaftsfreundlich. Die Geschichte zeigt aber, dass es an der Börse besser läuft, wenn die Demokraten am Ruder bleiben. Laut einer Untersuchung der Fondsgesellschaft Fidelity International rückte der S&P 500 Index seit 1928 im Jahresdurchschnitt jeweils knapp zehn Prozent vor, wenn ein demokratischer Präsident regierte. Kam der mächtigste Mann der Welt hingegen aus dem Lager der Republikaner, lag das Plus im Mittel nur bei 1,8 Prozent.

Die französische Großbank BNP Paribas hat den Unterschied zwischen beiden Parteien in absoluten Beträgen betrachtet. Dabei besitzen ein Republikaner und ein Demokrat im Jahr 1945 jeweils ein Depot im Wert von 10.000 Dollar. Hätten sie ihr Erspartes immer genau dann in den S&P 500 Index investiert, wenn ihre Partei den Präsidenten stellte, hätte ein Republikaner heute rund 46.000 Dollar erwirtschaftet – während sich ein Demokrat über rund 300.000 Dollar freuen dürfte.

 

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar und kann keine fachliche Beratung durch einen Anlage- und/oder Steuerberater ersetzen. Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Finanzinstrumente den allgemeinen Wertpapierrisiken unterliegen, insbesondere auch dem Bonitätsrisiko des Emittenten und dem Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals.

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