Handy im europäischen Ausland – So vermeiden Sie hohe Rechnungen nach einer Reise

Wer bei Reisen in der EU mobil telefoniert, SMS verschickt oder grenzübergreifend surft, zahlt Roaming-Gebühren. Diese Zusatzkosten wollen das EU-Parlament und Vertreter der EU-Staaten bis zum 15. Juni 2017 komplett abschaffen. Reisende können dann ihr Telefon im EU-Ausland komplett ohne Preisaufschläge nutzen. Zuvor sollen die Maximalgebühren in einem Zwischenschritt am 30. April 2016 noch einmal deutlich sinken. Der Vertragsentwurf muss bis Ende 2015 von allen 28 Mitgliedstaaten ratifiziert werden.

Noch ist das Zukunftsmusik. Um nach dem heutigen Sommerurlaub nicht von einer horrenden Handyrechnung überrascht zu werden, ist es ratsam, die derzeit gültigen Regelungen zu Roamingkosten zu kennen.

Netzwahl

Ist die automatische Netzwahl des Mobiltelefons aktiviert, wählt sich das Handy in das sendestärkste Netz ein, nicht aber zwangsläufig in das günstigste. Viel Geld kann man sparen, wenn man sich in ein ausländisches Netz einwählt, das ein Roaming-Abkommen mit dem eigenen österreichischen Anbieter hat. Welche Netze das sind, erfährt man auf der Homepage seines Anbieters.

Telefonieren

Seit 2014 dürfen  abgehende Handytelefonate innerhalb der EU maximal 19 Cent pro Minute kosten. Anrufe, die angenommen werden, wurden auf 5 Cent pro Minute begrenzt. Bei abgehenden Telefonaten dürfen die ersten 30 Sekunden pauschal berechnet werden. Danach muss die sekundengenaue Taktung erfolgen. Eingehende Gespräche müssen immer sekundengenau berechnet werden.

 

Mailbox

Der Empfang von Mailboxnachrichten ist kostenlos. Hört der Teilnehmer eine Nachricht ab, dürfen Netzbetreiber dies in Rechnung stellen. Innerhalb der EU werden für die Mailboxabfrage nur die Kosten eines abgehenden Gespräches berechnet.

SMS

Die Preise für den Versand einer SMS dürfen in der EU seit 2014 einen Betrag von 6 Cent  pro SMS nicht überschreiten. Das Empfangen von SMS ist weltweit kostenfrei.

 

Surfen

Die Preise für das Datenroaming sind nach oben hin gedeckelt. Im Euro-Datentarif liegt die Grenze bei 20 Cent pro Megabite Datenvolumen. Mobilfunkanbieter müssen ihren Kunden zudem anbieten, den Internetzugang ihres Handys automatisch zu sperren, wenn ein abgestimmtes Kostenlimit von beispielsweise 50 Euro erreicht ist. Auch kann es empfehlenswert sein, das Datenroaming vor der Reise abzuschalten und WLAN Spots zu nutzen, um zu surfen.

Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML-Tags und Attribute können Sie verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren   Akzeptieren