Grüne Flotte: Elektro- und Hybridfahrzeuge

Die Energiewende macht auch vor der mobilen Gesellschaft nicht halt. Mit Hochdruck arbeiten die Automobilkonzerne an alternativen Antrieben zu fossilen Brennstoffen. Das große Thema sind Elektrofahrzeuge, die nicht nur als umweltfreundlich gelten, sondern auch mit Leistung und Fahrkomfort überzeugen.

 Die geräuschlose, geradlinige Beschleunigung lässt so machen Benziner oder Diesel im wahrsten Sinn des Wortes alt aussehen. Eher betrüblich sind hingegen die Batteriereserven. Die Reichweite eines E-Mobils lässt heute meist nur Stadtfahrten zu. Doch an der Entwicklung von leistungsfähigeren Batterien wird fleißig gearbeitet.

 Der amerikanische Hersteller Tessla schafft bereits Reichweiten von rund 500 Kilometern. Davon sind die europäischen Hersteller von E-Mobilen noch weit entfernt. Auch eine Steckdose sollte in der Nähe sein, um die Akkus wieder aufzuladen. Mittlerweilen gibt es in Österreich über 3.000 Elektrotankstellen. Auf einschlägigen Internetseiten wie www.energiemagazin.at kann man sich eine Übersicht über Standorte und Ladepreise verschaffen.

 Auch der hohe Anschaffungspreis schreckt viele. Ein E-Smart kostet beispielsweise ab 23.700 Euro, während man für das Top-Modell von BMW, den i8, fast über 120.000 Euro hinlegen muss. Aber hier ist Besserung in Sicht: Eine neue Studie, veröffentlicht im Magazin Nature Climate Change, zeigt nun: Schon in ein paar Jahren könnten Elektroautos billiger sein als Autos mit einem Verbrennungsmotor.

 Bis dahin soll eine neue Variante von Elektrofahrzeugen für Furore sorgen: Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (Range Extender) via Benzinantrieb. Zuerst fährt nur die Batterie – ist diese leer, wird sie mit einem Verbrennungsmotor nachgeladen. An solchen „Plug-In“-Fahrzeugen arbeitet die Autoindustrie erfolgreich.

 Nicht zu verwechseln ist dieser Fahrzeugtyp mit dem Hybridantrieb. Hier steht der Verbrennungsmotor im Vordergrund – der E-Antrieb schaltet sich nur dann zu, wenn es Verkehr und Fahrweise erlauben. Mit der intelligenten Kombination von Benzin- und Elektromotor bieten Vollhybrid-Fahrzeuge außerordentliche Leistung bei reduzierten Emissionen und niedrigem Kraftstoffverbrauch.

 Auch wenn Diesel und Benzin derzeit an den Tankstellen billig sind, wächst der Anteil von Elektro- und Hybridautos auf den Straßen Österreichs. Gemessen am Bestand der Verbrennungsmotoren (4,75 Mio. Pkw bis Ende 2015) hält sich der „Boom“ der grünen Flotte jedoch in Grenzen. Bis Ende 2016 erwartet Statistik Austria einen Gesamtbestand von 7.000 zugelassenen E-Mobilen. Besser entwickeln sich die Zahlen beim Hybridantrieb: Bis Ende des Jahres soll es rund 18.500 davon in Österreich geben.

 

Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML-Tags und Attribute können Sie verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren   Akzeptieren