Größter Diamant der Welt: Käufer gesucht!

Seit jeher faszinieren Diamanten die Menschen mit ihrem Funkeln und gelten als sichtbarer Ausdruck von Reichtum und Macht. Wurden in den zurückliegenden Jahrhunderten Kaiser und Könige mit Diamanten gekrönt, werden die Superjuwelen heute als sündhaft teurer Schmuck getragen. Besonders wertvolle Prachtexemplare kommen wegen astronomischer Verkaufserlöse im Rahmen von Auktionen regelmäßig in die Schlagzeilen.

Für Furore sorgte Anfang Mai dieses Jahres der Verkauf des 813-Karat-Diamanten „The Constellation“ für 63 Mio. US-Dollar bzw. 77.649 US-Dollar pro Karat, nachdem der zu erwartende Verkaufspreis im Vorfeld lediglich auf 30 Mio. US-Dollar taxiert wurde. Es war der höchste Preis, der je bei einer Auktion für einen Rohdiamanten erzielt wurde. Am Rande bemerkt: Rekordhalter zuvor war ein Diamant namens „Blue Moon“, der im vergangenen Jahr bei Sotheby’s für 32 Mio. Britische Pfund von einem Hongkonger Milliardär als Geschenk für seine 7-jährige Tochter ersteigert wurde.

Umso erstaunlicher, dass für den Ende Juni bei einer Auktion in London angebotenen 1.109 Karat schweren „Lesedi la Rona“-Diamanten kein Käufer gefunden wurde. Für den Monster-Diamanten von der Größe eines Tennisballs, der noch einmal 30 % größer als „The Constellation“ ist, wurde ein Mindestgebot von 70 Mio. US-Dollar aufgerufen, das allerdings nicht erreicht wurde. „Lesedi la Rona“ wurde Ende des vergangenen Jahres in Botswana entdeckt und ist der größte Diamant, der in den zurückliegenden 100 Jahren gefunden wurde, der zweitgrößte aller Zeiten und auch der größte Diamant, der jemals versteigert wurde. Kaum zu glauben: Am gleichen Tag, an dem das Unternehmen Lucara Diamond „Lesedi la Rona“ gefunden hatte, wurde in Botswana ein weiteres Prachtstück mit 830 Karat entdeckt, das im Ranking der größten Diamanten den dritten Platz einnimmt.

Den Rekord als größter Diamant in der bisherigen Menschheitsgeschichte hält übrigens der im Jahr 1905 gefundene 3.106 Karat schwere Cullinan-Diamant, der später allerdings zerkleinert und teilweise in die britischen Kronjuwelen eingearbeitet wurde.

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