Ganz schön scharf!

Es ist das wichtigste Werkzeug eines jeden Kochs – ein unentbehrlicher Helfer: Das Messer. Schneiden, hacken, wiegen oder filetieren ist damit meist ein Kinderspiel. Ein scharfes Kochmesser sollte in keiner Küche fehlen. Nur, wenn sich die Zutaten leicht und ohne Aufwand zerkleinern lassen, macht das Kochen Spaß und die Finger werden geschont. Welches ist jedoch das beste Kochmesser und wie tief muss ich in die Tasche greifen?

Die Klinge macht‘s

Wirklich scharfe Messer werden nur leicht geführt, gleiten mit einem Schnitt durch die Lebensmittel und durchtrennen sie sauber. Kräuter, Gemüse, Fisch und Fleisch bleiben so saftig und werden nicht gequetscht. Grundsätzlich gilt: Je länger die Schneide, desto schneller, präziser und kräfteschonender die Küchenarbeit. Kurze Messer sind zwar handlicher, beim Wiegen und Hacken jedoch wenig praktisch.

Kochmesser im Test

Ende 2014 hat die Schwesterorganisation des Konsumenten „Stiftung Warentest“ 20 verschiedene Kochmesser von 12 bis 229 Euro unter die Lupe genommen, darunter klassische Kochmesser mit spitz zulaufender Klinge (Länge ca. 20 cm), Santokus japanischer Art mit besonders dünner Klinge sowie Keramikmesser (Länge jew. ca. 17–18 cm). Das japanische Wort Santoku bedeutet übrigens „drei Tugenden“: Sie beziehen sich auf die guten Eigenschaften des Messers beim Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse.

Der Japaner gewinnt

Testsieger der Stiftung Warentest war das „Santoku Shun Premier“ der Tim-Mälzer-Serie des Messerherstellers Kai. Es schneidet besonders sauber und bleibt lange scharf. Mit 199 Euro ist es allerdings auch eins der teuersten getesteten Produkte. Gute Santoku-Messer gibt es auch für weniger Geld, z. B. das mit „gut“ getestete „Wüsthof Grand Prix II“ für 65 Euro. Ein sehr günstiges Produkt – das Messer Gynnsam von IKEA für 12,99 Euro – erreichte ebenfalls ein „gut“ im Test. Gynnsam schneide gut und liege bequem in der Hand, so die Tester. Ein Kritikpunkt war, dass das Messer rasch an Schärfe verliert. Die getesteten Keramikmesser erwiesen sich im Gegensatz zu den Stahlmessern als wenig robust, denn Keramik ist zwar härter als Stahl, bricht jedoch auch leichter: Einen 20-maligen Falltest überstand z. B. kein Produkt dieser Kategorie.

So haben Sie lange etwas von Ihrem Messer

Zum Schutz der empfindlichen Klingen bewahren Sie die Messer im Messerblock oder an einer Metallleiste auf. Nutzen Sie Holz- oder weiche Kunststoffbretter als Schneideunterlage.

Verwenden Sie nur den Messerrücken, um Lebensmittel vom Brett zu schieben. Ziehen Sie Stahlmesser vor jedem Gebrauch über einen Wetzstahl. Reinigen Sie trotz Spülmaschineneignung die Messer mit etwas Spülmittel per Hand.

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