Feiern Bitcoin & Co. 2019 ein Comeback?

2017 war ein phänomenales Jahr für Kryptowährungen. Innerhalb von zwölf Monaten verzwanzigfachte sich beispielsweise der Wert eines Bitcoins. Seinen Höchststand von fast 20.000 US-Dollar erreichte die größte und bekannteste der virtuellen Währungen vor rund einem Jahr. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Ende Dezember 2018 notiert ein Bitcoin bei rund 4.000 US-Dollar. Die Blase ist geplatzt, die Kurse wurden deutlich korrigiert, und die Kryptowährungen stehen weitaus weniger im Fokus der Öffentlichkeit als 2017 – ein guter Zeitpunkt für ein Comeback?

Wege aus der Krise

Solch rasante Kursanstiege wie im Jahr 2017 werden wir in naher Zukunft voraussichtlich nicht mehr sehen. Nichtsdestotrotz ist eine Erholung der Kryptowährungen nicht ausgeschlossen. Um langfristig und nachhaltig an Wert zu gewinnen, muss die Krypto-Welt allerdings noch so manche Herausforderung meistern. So müssen beispielsweise betrügerische Projekte und dubiose Initial Coin Offerings (ICO) – eine Art virtueller Börsengang – der Vergangenheit angehören und dürfen nicht länger dem Image der Kryptowährungen schaden. Auch wenn eine strengere Regulierung gegen den Grundgedanken der virtuellen Währungen verstößt, könnte sie helfen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Des Weiteren müssen brauchbare Anwendungsmöglichkeiten auf Basis der Technologien, welche hinter den digitalen Münzen stehen, entwickelt werden. Sollte 2019 hier der Durchbruch gelingen, ist eine realistische Preiseinschätzung einzelner Währungen möglich. Ein weiteres Problem der Kryptowährungen ist der hohe Energieverbrauch durch Rechnerleistung, der zum „Schürfen“ neuer Coins benötigt wird. Allerdings wird auch hier bereits an Lösungen gearbeitet.

Investitionen erleichtern

Um in Bitcoin & Co. zu investieren, muss man sich heute meist bei einer Krypto-Börse anmelden und reales Geld in virtuelles Geld tauschen. Für Laien stellt dies häufig eine hohe Eintrittsbarriere dar. Deutlich einfacher wäre eine Investition, wenn der Erwerb börsengehandelter Indexfonds (ETF) auf Kryptowährungen möglich wäre. Doch bis heute wurde noch kein Krypto-ETF zugelassen. Am 27. Februar 2019 muss die US Securities and Exchange Commission erneut eine Entscheidung bezüglich eines Bitcoin-ETF fällen. Sollte sich die Kommission für eine Zulassung entscheiden, dürfte dies dem Bitcoin deutlichen Auftrieb geben. Denn ab diesem Zeitpunkt könnten Anleger einfach über ihre Bank oder ihren Broker in Bitcoins investieren.

Auch ohne ETF scheint das Interesse an Krytowährungen groß zu sein. Laut dem Cambridge Center for Alternative Finance hat sich die Anzahl der verifizierten Krypto-Nutzer in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 von 18 Millionen auf 35 Millionen fast verdoppelt. In Kombination mit fallenden Kursen könnte das steigende Interesse ein gutes Zeichen für einen möglichen Boden und ein baldiges Comeback sein.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar.

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