eSport – kann der neue Sport finanziell mit dem traditionellen mithalten?

Auch wenn sich viele Menschen schwertun, das Videospielen als Sport zu betrachten, ist eSport auf dem Weg zu einer der größten Sportarten zu werden. Der Wettbewerbsaspekt mit Millionen von Spielern und Euro zieht eine große Medienaufmerksamkeit sowie Unternehmen an, wodurch sich beeindruckende wirtschaftliche Perspektiven ergeben. Genug, um mit dem traditionellen Sport mithalten zu können?

Volles Haus bei eSport Events

Lange Zeit nur in Teenagerräumen gespielt, erlebt das Videospielen dank seiner rasanten Entwicklung der eSport-Wettbewerbe nun einen riesigen Aufschwung. Abhängig von den Turnieren und Spielen füllen diese Events ganze Stadien mit Fans. Wo sich bei den „echten“ Sportarten vorher noch alle Teilnehmer zumeist persönlich kennengelernt haben, können beim eSport die Spieler auf der ganzen Welt verteilt sein. Die Kombination von Unterhaltung und Wettbewerb, die für jeden zugänglich ist und besonders eine junge Zielgruppe anspricht, ist definitiv eine der großen Stärken von eSport.

In China, wo eSport bereits extrem beliebt und erfolgreich ist, wird in der Millionenstadt Chongqing nur für diesen Sport ein extra Stadion gebaut. Bereits 2017 kamen 40.000 Zuschauer in einem Stadion zu dem Finale eines Turniers zusammen und gaben 62 bis 1700 Euro (auf dem Schwarzmarkt) für ein Ticket aus. Im Disney World Park in Orlando, Florida soll ebenfalls ein großer Bereich für eSports entstehen.

Begeisterte Online-Zuschauer

Ursprünglich kommt eSport aus Südkorea, verbreitete sich dann aber auf der ganzen Welt. In Frankreich sind es 850.000 Spieler, die sich mehr oder weniger professionell an Videospielwettbewerben beteiligen. Damit liegt der eSport mit seiner Teilnehmerzahl an dritter Stelle hinter Fußball und Tennis, aber noch vor Reiten und Rugby. Laut einer Studie von Mediametrie haben in Frankreich im letzten Quartal 2017 mehr als 3,8 Millionen Spieler ab 15 Jahren online an eSport-Wettbewerben teilgenommen.

Zuschauer verfolgen die Events auf Plattformen wie Twitch oder auch YouTube, die so viele Wettbewerbe wie Spiele übertragen. Laut der zuvor genannten Studie gaben dabei 2,3 Millionen Internetnutzer an, ein Produkt in Bezug auf den gesehenen Inhalt gekauft zu haben.

Massive wirtschaftliche Auswirkungen

Bei Profispielern ist es nicht ungewöhnlich, dass die Gewinne bei Turnieren oder Sponsorenverträgen denen von traditionellen Leistungssportlern ähneln. Einige eSport-Spieler sagen, dass sie im Monat bis zu einer Million Dollar nur durchs Spielen verdienen! Diese Profi-Spieler profitieren nicht nur von den Turniergewinnen, sondern auch von Streaming-Plattformen, deren Millionenaufrufe hohe Werbeeinnahmen generieren. Zusätzlich zahlen nicht wenige Marken viel Geld, um mit den besten Spielern assoziiert zu werden.

Der weltweite Umsatz 2017 im eSport-Sektor betrug 850 Millionen Dollar, einschließlich 100 Millionen Dollar, die auf die einzelnen Gewinner aufgeteilt wurden. Das Turniergewinnwachstum erreichte in einem Jahr 42,3 %.

Immer mehr Stimmen werden laut, die davon ausgehen, dass eSport bis 2024 sogar zu einer olympischen Sportart werden wird. Für einige reicht als Legitimierung schon die Tatsache, dass der eSport einen geschätzten Umsatz von 10 Milliarden Dollar in weniger als fünfzehn Jahren erbracht hat.

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