Ein Mehrwert jenseits des Finanziellen

Das starke Wachstum nachhaltiger Anlagen zeigt, dass immer mehr Anleger ihre Gelder in Übereinstimmung mit ihren Werten bzw. gesellschaftlichen Notwendigkeiten investie­ren. Wer dies tut, hat vielfältige Möglichkeiten. Im Folgenden zeigen wir auf, wie Kunden eine Wahl treffen können, die ihren Vorstellungen entspricht.

Von Dr. Karsten Güttler, Spezialist für nachhaltige Anlagen bei UBS

Geldanlagen haben den Hauptzweck, Vermögen aufzubauen und zu vermehren. Wer dies auf lange Sicht tut, sorgt damit für die Zeit nach der Berufstätigkeit vor bzw. denkt schon an die nächste Generation. Vielleicht möchten Kunden aber auch, dass ihre Anlagen nicht nur Erträge generieren, sondern ebenso ihren Wertvorstellungen ent­sprechen und sich positiv auf Umwelt und Gesellschaft auswirken. In diesem Fall lohnt es sich, über nachhaltige Anlagen nachzudenken. Nachhaltige Anlagen berücksichtigen die ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, vor der die Welt steht. Einige Beispiele:*

  • Treibhausgas-Emissionen steigen weiter und liegen derzeit etwa 50 Prozent über den Niveaus von 1990
  • Über 40 Prozent der Weltbevölkerung haben mit Wasserknappheit zu kämpfen
  • Weltweit liegen die Löhne der Frauen im Durchschnitt immer noch um mehr als 20 Prozent unter jenen der Männer
  • Rund 40 Prozent der Weltmeere sind stark von Verschmutzung betroffen

*Quelle: www.undp.org, Januar 2019

Engagierte Personen, Unternehmen und Institutionen arbeiten an der Lösung dieser Probleme, und als Anleger können Sie ebenfalls einen Beitrag leisten – schließlich haben Anlagen eine Kapitalallokationswirkung und Anleger bestimmen damit, welche Wirkungen erzielt werden.

Rendite und Nachhaltigkeit – kein Widerspruch

Wer sich für Anlagen entscheidet, die nicht nur finanzielle Ziele erreichen, sondern auch Umwelt- oder Sozialkriterien erfüllen sollen, muss keineswegs auf Rendite verzichten. Dies wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder nachgewiesen. Wer nachhaltig investiert, hat somit die gleichen Renditechancen, kann darüber hinaus aber einen gesellschaftlichen Nutzen erzielen.

Wer zum Beispiel erwägt, in Aktien eines bestimmten Unternehmens zu investieren, wird sich dabei nicht nur an den Geschäftsabschlüssen orientieren. Vielmehr wird er sich informieren, wie die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen sowie die Marken des Unternehmens beurteilt werden. Ebenso wäre es gut zu wissen, wie Mitarbeitende behandelt werden, wie sicher und qualitativ wertig erstellte Produkte und Dienstleistungen sind, und ob es in der jüngeren Vergangenheit einen Bilanzskandal oder etwas anderes gab, das den Ruf des Unternehmens beschädigt hat.

Dynamisches Wachstum

Der Bereich der nachhaltigen Anlagen ist eines der am stärksten wachsenden Segmente in der Investmentbranche. Auch in Österreich ist die Entwicklung äußerst dynamisch. Waren 2010 noch 2,4 Milliarden Euro in nachhaltigen Investmentfonds und Mandaten investiert, lag diese Summe im letzten Jahr bereits bei über 21 Milliarden.

Entwicklung nachhaltiger Anlagen in Österreich

Quelle: FNG – Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019

Nachhaltig, aber wie?  

Wer sich dafür entscheidet, sein Geld nachhaltig zu investieren, hat verschiedene Möglichkeiten. Es gibt eine Vielzahl von Anlagephilosophien, aber im Wesentlichen sind in der Praxis drei verschiedene Ansätze verbreitet.

  • Ausschluss-Kriterien
    Bei dieser Methode werden Branchen oder Unternehmen von vornherein ausgeschlossen, deren Tätigkeitsbereiche kontrovers sind und von vielen Anlegern abgelehnt werden. Beispiele dafür sind Unternehmen, die einen substanziellen Teil ihres Umsatzes mit Waffen, Tabak oder Alkohol erzielen oder systematisch Kinderarbeit anwenden und keine Arbeitsnormen einhalten.
  • Integration von ESG-Faktoren
    Das Kürzel ESG steht für Environmental, Social und Governance. Dieser Ansatz verbindet ökologische, soziale und Governance*-Faktoren mit traditionellen finanziellen Kriterien, um eine möglichst umfassende Informationsbasis für Anlageentscheide zu haben. Diese Beurteilung zeigt auf, wie gut Unternehmen oder Staaten mit Risiken in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Governance umgehen, die massive Kosten verursachen und den Ruf schädigen können.
    *Governance: Grundsätze der Unternehmens- oder Regierungsführung
  • Impact Investing
    Dieses umfasst Anlagen in Unternehmen und Organisationen, die neben einem finanziellen Ertrag auch eine messbare ökologische und/oder soziale Wirkung erzielen sollen. So können zum Beispiel Aktionäre ihre Aktien durch Stimmrechtswahrnehmung so einsetzen, dass damit gewünschte positive Veränderungen erzielt werden. Impact Investing gilt als wachstumsstärkster Bereich innerhalb der nachhaltigen Anlagen.

Megatrends – Herausforderung und Chance zugleich

Im Zusammenhang mit dem Bestreben, nachhaltiger zu handeln, hat UBS drei Megatrends identifiziert, welche unsere Gesellschaft noch lange prägen werden.

Bevölkerungswachstum: Die Weltbevölkerung dürfte bis 2050 auf 10 Mrd. Menschen angewachsen sein – gegenüber derzeit 7,3 Mrd. Der Großteil dieses Wachstums wird auf Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen entfallen.

Alterung: Die Weltbevölkerung wird immer älter, und ihr Wachstum erfolgt vermehrt in den Schwellenländern. In den Industrieländern wird die Zahl der über 60-Jährigen bis 2030 höher sein als die Zahl der unter 25-Jährigen.

Urbanisierung: Der Trend, vom Land in die Stadt zu ziehen, hält an und die Zahl der Megastädte wird steigen: Bis 2030 dürften fast 9% der gesamten Weltbevölkerung in nur 41 Megastädten mit jeweils mehr als 10 Millionen Einwohnern leben.

Ausgehend von diesen Megatrends lassen sich verschiedene Anlagethemen ableiten wie zum Beispiel Wasserknappheit. Die für den Menschen zum Gebrauch geeigneten Wasservorräte sind begrenzt, während die Ressource ungleich verteilt ist. Dessen ungeachtet steigt die Nachfrage nach sauberem Wasser kontinuierlich an. Energieeffizienz ist ein weiteres Anlagethema. Strengere Regulierungen und eine steigende Energienachfrage verstärken die Notwendigkeit energieeffizienter Technologien. Eine hohe Energieeffizienz ist unverzichtbar, damit Endverbraucher den Stromverbrauch an der Quelle senken können. Anleger können diese Themen nutzen, indem sie in jene Unternehmen investieren, die dank ihren Produkten oder Dienstleistungen zur Lösung dieser Probleme beitragen können.

UBS hat langjährige Erfahrung auf dem Gebiet nachhaltiger Anlagen und kann heute Lösungen sowohl im Aktien- als auch im Anleihebereich anbieten.

Disclaimer/Marketingmitteilung:Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar. Es handelt sich lediglich um eine Marketingmitteilung, welche nicht als individuelle Anlageberatung zu qualifizieren ist. Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung. Die dargestellten Produktinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Maßgeblich sind allein die Anlage-/Emissionsbedingungen gem. den gesetzlichen Verkaufsunterlagen, die Sie auf der Website der Anlagegesellschaft (z. B. Emittentin, Kapitalanlagegesellschaft, Beteiligungsgesellschaft) einsehen bzw. ausdrucken können oder in Schriftform bei der Anlagegesellschaft erhalten. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen und beachten Sie, dass die dargestellten Finanzinstrumente den allgemeinen Wertpapierrisiken unterliegen, insbesondere auch dem Bonitätsrisiko des Emittenten und dem Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals. Aktuelle Produktinfos (PRIIP/KID) sind weiters über unsere Homepage in der Detailansicht des jeweiligen Produktes abrufbar.

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