Die Ergebnisse der Klimakonferenz und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Börse

Die Pariser Klimagipfel Anfang Dezember war eine Konferenz der Superlative. Fast 200 Staaten diskutierten zwei Wochen lang über Klimaschutz und die Zukunft unseres Planeten. Das Ergebnis des Gipfels dürfte in die Geschichtsbücher eingehen. Am Ende haben sich alle Staaten auf ein Abkommen geeinigt, das die Erderwärmung eindämmen soll.

Zentrales Ziel der 195 Länder ist es, die Erderwärmung langfristig auf unter zwei Grad zu begrenzen. Um dies zu erreichen, soll ab dem Jahr 2023 jedes Land alle fünf Jahre seine nationalen Klimaschutzpläne überprüfen und anpassen. Ab 2050 soll außerdem ein Gleichgewicht zwischen den weltweit durch den Menschen verursachten Treibhausgasen und deren Absorption, beispielsweise durch Aufnahme in Gewässer oder Baumbestand, erreicht werden. Zudem sollen ab 2020 den ärmsten Entwicklungsländern 100 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt werden, um sie in der Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie in eigenen Klimaschutzbemühungen zu unterstützen.

Keine Frage, die Beschlüsse von Paris werden auch teilweise in der Wirtschaft und Industrie für Veränderungen sorgen. In Zukunft wird der Verbrauch von fossilen Brennstoffen abnehmen – der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas rückt näher. Die Energiewelt wird sich verändern und erneuerbare Energien werden eine immer größere Rolle spielen.

All dies sind Entwicklungen, die sich immer stärker abzeichnen. Laut dem letzten Welt-Energie-Bericht der British Petroleum (BP) ist im vergangenen Jahr das Wachstum des weltweiten Energieverbrauchs fast zum Stillstand gekommen. Die Nachfrage nach Öl, Kohle, Gas und Strom stieg 2014 nur noch um 0,9 % – nach 2 % im Jahr zuvor. Des Weiteren verringerte sich der Weltmarktanteil von Erdöl nun schon im 15. Jahr in Folge. Ein ähnliches Bild bei Kohle. Auf der anderen Seite steigt der Anteil CO2-armer Energiequellen. So wuchs im letzten Jahr die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien global um 12 % und erreichte einen neuen Rekordwert von 6 % an der weltweiten Stromerzeugung.

Auch wenn die Wachstumszahlen beeindruckend sind, machen die absoluten Zahlen deutlich, dass der Anteil erneuerbarer Energien bis dato noch sehr gering ist. Nicht nur dank den Beschlüssen aus Paris wird sich dieser Trend aber fortsetzen und wahrscheinlich sogar beschleunigen.

Der Wechsel, der hier stattfindet, sollte auch an der Geldanlage nicht spurlos vorübergehen. Immer mehr Investoren rücken von fossilen Energieträgern ab und setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. So verkündete beispielsweise erst vor kurzem der größte Versicherer Europas, die Allianz, sich aus der Kohle-Energie zurückzuziehen und sämtliche Geldanlagen auf Klimaschutzaspekte zu untersuchen.

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit wird bei vielen Unternehmen eine immer größere Rolle spielen. Diese so genannte Social Economy könnte in Zukunft einen nicht unerheblichen Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum leisten.

Privatanleger können ebenfalls von diesem Trend profitieren und einen Teil ihrer Investitionen danach ausrichten. Interessante Anlageideen aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Umwelttechnologie finden Sie möglicherweise in unseren Anlagetrends: https://kurse.hellobank.at/k/trends.aspx

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar und kann keine fachliche Beratung durch einen Anlage- und/oder Steuerberater ersetzen. Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Finanzinstrumente den allgemeinen Wertpapierrisiken unterliegen, insbesondere auch dem Bonitätsrisiko des Emittenten und dem Risiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals.

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