Crowdfunding: Kleinanleger entdecken ganz neue Anlagemöglichkeiten

In Niedrigzinsphasen suchen Anleger verstärkt nach Alternativen zu Sparbuch & Co. Der Kapitalmarkt und Immobilien sind dabei sicherlich die Anlageklassen, an die Investoren zuerst denken. Neue Anlageformen, die bisher eher ein Schattendasein gefristet haben, drängen immer stärker in den Vordergrund. So beispielsweise das Crowdfunding bzw. -investing.

Als vor 130 Jahren das französische Volk den USA die Freiheitsstatue schenkte, musste zunächst ein Sockel dafür gebaut werden. Da das Geld für den Bau knapp wurde, rief der damalige Herausgeber der New York Times, Joseph Pulitzer, die New Yorker auf, für den Bau des Sockels zu spenden. In nur wenigen Monaten waren die erforderlichen Mittel zusammen. Das Interessante dabei: Nicht wenige große Spenden machten den Endbetrag aus, sondern viele Spenden im Cent-Bereich. Eine große Menge an Spendern (englisch: Crowd) hat somit das Bauwerk finanziert. Auch heute wird vielerorts für den Ausbau eines Kindergartens oder eines neuen Wildtiergeheges im Zoo zu Spenden aufgerufen. All dies sind letztlich Crowdfunding-Aktionen, da sich viele Menschen mit kleinen Beträgen einer bestimmten Sache annehmen. Das Internet hat dieser Idee eine globale Komponente hinzugefügt.

Investieren mit der Crowd

Unter Geldanlagegesichtspunkten wird das Crowd-Prinzip erst interessant, wenn die Gelder verzinst und irgendwann auch wieder zurückbezahlt werden. Immer mehr Anbieter von Crowd-Investing-Plattformen sprießen aus dem Boden. Wie so oft mischen sich dabei seriöse Anbieter mit schwarzen Schafen, die nur den eigenen Profit im Auge haben. Das Angebot reicht von Immobilienbeteiligungen, Beteiligungen an Start-ups oder soliden mittelständischen Unternehmen bis hin zu Unternehmens- oder sogar Privatkrediten. Hier gilt es, genau hinzusehen und vielleicht erst mit kleineren Beträgen die Anbieter zu testen.

Sicherheit ist Trumpf

Wichtig sind auch die rechtlichen Rahmenbedingungen. Was passiert insbesondere dann, wenn der Anbieter der Crowd-Plattform insolvent wird. Ist mein Geld dann vollständig verloren oder bin ich Miteigentümer des finanzierten Projekts (z.B. Immobilie) geworden? Wie bei jeder Geldanlage sollte man auch Klarheit über die Dauer der Anlage haben. Wie lange ist mein Geld gebunden und habe ich die Möglichkeit, frühzeitig an mein Geld zu kommen? Und nicht zuletzt: Wie hoch sind die Gebühren?

Auch hier gilt: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Lieber sich mit kleineren Beträgen an mehreren Crowd-Aktionen beteiligen. Wenn dann eine Idee nicht aufgeht, ist nicht der gesamte Investitionsbetrag verloren.

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