Börsengänge 2019 – was Anleger auf dem Parkett erwartet

Im vergangenen Jahr wagten laut dem Beratungsunternehmen EY weltweit 1.359 Unternehmen den Gang an die Börse. Darunter waren so bekannte Unternehmen wie der Smartphone-Hersteller Xiaomi, der Filehosting-Dienst Dropbox und der Musikstreaming-Dienst Spotify. Ob 2019 aufgrund der aktuellen Unsicherheit an den Kapitalmärkten und der damit einhergehenden Volatilität ähnlich viele Unternehmen an die Börse gehen, ist fraglich. Nichtsdestotrotz stehen schon einige interessante Kandidaten in den Startlöchern.

Warten auf US-Giganten

Besonders gespannt blicken viele Börsianer Richtung San Francisco, denn dort sitzen zwei Unternehmen, deren Börsengänge (engl.: Initial Public Offering, IPO) seit geraumer Zeit sehnsüchtig erwartet werden: Die Rede ist von den Online-Fahrdienstvermittlern Uber und Lyft. Aktuell wird der Wert von Uber auf rund 120 Mrd. US-Dollar geschätzt. Sollte die Bewertung bis zum Börsengang Bestand haben, könnte den Kaliforniern das bis dato weltweit größte IPO gelingen. Konkurrent Lyft ist dagegen deutlich kleiner und wird auf 15 Mrd. US-Dollar geschätzt. Bereits Ende 2018 haben beide Unternehmen alle Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Aufsichtsbehörde SEC eingereicht. Laut Beobachtern waren die IPOs für das Frühjahr 2019 geplant. Aufgrund der aktuellen Haushaltssperre verzögert sich allerdings die Bearbeitung der Dokumente, und es ist fraglich, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.

Silicon Valley in Startposition

Ein weiteres Unternehmen aus Kalifornien – genauer aus dem Silicon Valley –, dessen Börsengang möglicherweise auch dieses Jahr stattfindet, ist das Online-Buchungsportal Airbnb. Nähere Details bzw. ein Zeitplan sind allerdings noch nicht bekannt. Der Wert von Airbnb wird aktuell auf knapp über 30 Mrd. US-Dollar taxiert.

Deutlich fortgeschrittener in der Planung scheint Pinterest zu sein. Angeblich führt das soziale Netzwerk schon detaillierte Gespräche mit Banken und strebt im ersten Halbjahr an die Börse. Der Wert des ebenfalls in San Francisco ansässigen Unternehmens wird auf rund 15 Mrd. US-Dollar geschätzt.

Ein traditionelles Unternehmen, welches laut US-Medienberichten bereits im ersten Quartal 2019 an die Börse gehen könnte, ist der Jeans-Hersteller Levi Strauss. Levi’s war bereits von 1971 bis Mitte der 80er-Jahre börsennotiert, zog sich dann aber wieder zurück. Bei einer Gesamtbewertung von über 5 Mrd. US-Dollar wollen die Nachfahren von Firmengründer Levi Strauss angeblich zwischen 600 und 800 Mio. US-Dollar über einen Börsengang einsammeln.

Zurückhaltung in Europa

In Europa plant VW, seine Nutzfahrzeugsparte Traton, mit den Marken MAN und Scania, an die Börse zu bringen. Bei einem Umsatz von 23,9 Mrd. Euro im Jahr 2017 wird das Unternehmen auf rund 20 Mrd. Euro geschätzt. Obwohl das Interesse von Investorenseite angeblich groß ist, hat VW erst kürzlich verlauten lassen, dass es eine Untergrenze bei der Bewertung gibt und Traton nicht um jeden Preis an die Börse gebracht werden muss.

Einer der bekannteren Kandidaten für einen Börsengang in Europa ist der Verkaufsfernsehsender HSE24. Allerdings würde der Sender mit einer Bewertung von 1,5 Mrd. Euro eher zu den kleinen IPOs 2019 gehören. Ein möglicher Börsenkandidat aus Österreich ist die Biotech-Firma Marinomed. Sie gab bekannt, ein Listing im Prime Market der Wiener Börse anzustreben. Das Unternehmen entwickelt Therapien für Allergie-, Atemwegs- und Augenerkrankungen.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt in keiner Weise eine Finanzanalyse, eine Anlageberatung, ein Angebot zum Kauf oder eine Empfehlung der Hello bank! dar.

 

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