Bitcoin-Höhenflug: Spekulation auf ersten Bitcoin-Fonds sorgte für steigende Kurse

Anfang März wurde Geldgeschichte geschrieben – zum ersten Mal war ein Bitcoin mehr wert als eine Feinunze Gold. Die digitale Währung Bitcoin (mehr dazu finden Sie hier) gilt wie das gelbe Edelmetall als eine mögliche Alternative zum Papiergeld. Doch im Gegensatz zu Gold haben Bitcoins noch nicht den Status des sicheren Hafens inne und sind aufgrund der hohen Schwankungen als Krisenwährung nur bedingt geeignet.

Zulassung des Bitcoin-ETFs gescheitert

Auslöser für die jüngste Rally der Kryptowährung waren Spekulationen auf die Zulassung des ersten Bitcoin Indexfonds. Mit einem Bitcoin-Fonds hätten auch große Investoren einen Zugang zu der digitalen Währung. Als Folge – so die Spekulationen der letzten Tage und Wochen – würde die Nachfrage deutlich ansteigen, was zu höheren Kursen führen sollte. Doch vergangenen Freitag erteilte die SEC allen Bitcoin-Anhängern fürs erste eine Abfuhr. Die US-Börsenaufsicht hat eine Auflage des „Winklevoss Bitcoin Trust“ untersagt. Als Begründung gab die SEC an, dass der Handel mit der digitalen Währung zu wenig reguliert ist und sie somit anfällig für Manipulationen und Betrügereien sei. Unmittelbar nach der Bekanntgabe brach der Bitcoin-Kurs ein. Von rund 1.300 US-Dollar fiel er bis unter 1.000 US-Dollar. Doch der Einbruch währte nur kurz, inzwischen notiert die Kryptowährung wieder über der 1.200-US-Dollar-Marke.

Während Anleger, welche auf die Zulassung wetteten, vorerst mit einem blauen Auge davon kamen, ist für die Initiatoren des Fonds, die Winkelvoss-Zwillinge die Ablehnung ein schwerer Rückschlag. Das durch einen Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bekannt gewordene Brüderpaar will aber nicht aufgeben und wird die vor rund vier Jahren begonnene Reise zum ersten Bitcoin-Fonds fortsetzen.

Alternative zu Papiergeld

Viele Experten trauen Bitcoins und anderen digitalen Währungen noch einiges zu und rechnen – Fonds hin oder her – mit einer steigenden Nachfrage. In letzter Zeit wurde diese Entwicklung beispielsweise in Ländern wie Venezuela, China oder auch Indien verstärkt beobachtet. So können die Bewohner Chinas beispielsweise die Kapitalverkehrskontrollen, d.h. den Betrag, welchen sie in US-Dollar umtauschen dürfen, mithilfe von Bitcoins umgehen. In Indien dagegen wurde das Bargeld eingeschränkt, was ebenfalls die Attraktivität von Bitcoins erhöhte. Aber auch in anderen Regionen nimmt das Vertrauen der Menschen in das klassische Papiergeldsystem ab und Alternativen wie Gold und eben auch Bitcoins könnten zunehmend gefragt werden.

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