Bitcoin, Ether & Co: Nur nicht die Übersicht verlieren!

Mit dem rasanten Kursanstieg der vergangenen Monate ist Bitcoin in aller Munde. Doch Bitcoin ist nur eine von inzwischen über 700 Krypto-Währungen.

Beim Anblick des Bitcon-Kurses kann einem schon schwindelig werden. Noch Anfang 2015 war ein Bitcoin für weniger als 300 US-Dollar zu haben, zu Jahresbeginn übersprang der Bitcoin-Kurs erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar, im Juli kletterte die Digitalwährung auf ein neues Allzeit-Hoch bei über 3.000 US-Dollar. Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie, eine Art dezentrales Register, das auf allen an das System angeschlossen Rechnern zu finden ist. Jede neue Transaktion wird im gesamten Netzwerk gespeichert und bestätigt, wodurch eine hohe Transparenz und Sicherheit im Zahlungsvorgang entsteht.

Unterschiede zu den klassischen Währungen

Einer wesentlicher Unterschied einer Blockchain-Währung zu einer klassischen Währung wie Euro, US-Dollar oder Yen ist der fehlende Einfluss einer Notenbank, die normalerweise eine Währung sowie die vorhandene Geldmenge reguliert. Blockchain-Währungen hingegen sind unabhängig von wirtschafspolitischen Eingriffen, die maximale Menge an Coins (Währungseinheit) wird in der Regel bereits im Entstehungsprozess der Krypto-Währung definiert. So ist der Bitcoin-Blockchain auf maximal 21 Mio. Einheiten programmiert. Auch in der Art der Aufbewahrung unterscheiden sich die Krypto-Währungen und werden meist in einem Wallet, einer digitalen Geldbörse, gehalten.

Blockchain: Mehr als nur Bitcoin

Bitcoin ist die mit Abstand bekannteste und wichtigste Blockchain-Währung der Welt, aber auch Ethereum hat in den vergangenen Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Während Bitcoin von vornherein als Zahlungsmittel konzipiert wurde, handelt es sich bei Ethereum genau genommen nicht um eine Krypto-Währung, sondern um eine Plattform zur Abwicklung so genannter Smart Contracts, wie die Computerprotokolle genannt werden, die Verträge abbilden, überprüfen oder unterstützen können. Als Zahlungsmittel dieser Rechenleistung wird die plattformeigene Krypto-Währung Ether verwendet. Ethereum bietet deshalb wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten als Bitcoin.

Bank mit eigener Währung

Ripple wurde vom privatwirtschaftlichen Unternehmen Ripple Labs geschaffen, das auch für die Sicherheit verantwortlich ist und deshalb auch als digitale Bank mit eigener Währung bezeichnet wird. Als Bitcoin-Klon zählt auch Litecoin zu den weltweit wichtigsten Blockchain-Währungen. Wie beim Bitcoin werden alle Transaktionen über ein Peer-to-Peer-Netzwerk abgewickelt und bestätigt. Im Vergleich zum Bitcoin glänzt der Litecoin mit einer schnelleren Transaktionsrate, mehr Coins und einem anderen Algorithmus.

Inzwischen gibt es bereits mehr als 700 verschiedene Blockchain-Währungen und ein Ende dieses Booms scheint nicht in Sicht. Gerade erst ist mit Bitcoin Cash Anfang August eine weitere Blockchain-Währung aus der Abspaltung von Bitcoin entstanden.

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