Aktionäre in Europa erwarten einen Geldsegen – Dividenden auf Rekordniveau

Rekordniedrige Zinsen und eine anziehende Inflation bieten ein denkbar ungünstiges Umfeld für Sparer. Denn angesichts solcher Rahmenbedingungen bleiben nicht nur nennenswerte Erträge für die Guthaben auf den Konten aus, real betrachtet verliert das Vermögen sogar immer mehr an Wert. Umso wichtiger zur Sicherung und Steigerung des eigenen Vermögens sind andere Anlagealternativen wie etwa Investments in den Aktienmarkt, wo bereits die zu erwartenden Dividenden nicht nur zu mehr Stabilität, sondern auch zu einem realen Wertzuwachs führen können.

 Europas Konzerne besonders spendabel

Vor allem europäische Unternehmen zeigen sich im internationalen Vergleich besonders dividendenfreundlich, die Dividendenrenditen des MSCI Europa lagen in den zurückliegenden Jahren stets oberhalb von 3 Prozent und damit deutlich höher als bspw. in Japan oder in den USA mit jeweils gut 2 Prozent. In diesem Jahr könnte den Aktionären in Europa ein echter Geldsegen ins Haus stehen, bieten die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Beschleunigung des Gewinnwachstums den Unternehmen doch ausreichend Spielraum für eine Anhebung ihrer Dividenden. So rechnet die schweizerische UBS in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3,8 Prozent für den Stoxx Europe 600.

 Dividendenrekord in Deutschland

Gar auf neue Rekorddividenden dürfen sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt einstellen. Zwar werden die meisten DAX-Konzerne erst mit den endgültigen Geschäftszahlen per 2016 im Frühjahr auch die Höhe ihrer Dividende bekanntgeben. Auf Basis der Auswertung der 9-Monats-Berichte, der bisherigen Dividendenhistorie und der Aussagen der jeweiligen Firmenlenker deutet sich schon jetzt eine Rekorddividende von erstmals mehr als 30 Mrd. Euro an. 22 der 30 DAX-Gesellschaften werden ihre Dividende aller Voraussicht nach erhöhen, ein Drittel der DAX-Mitglieder schüttet den Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Euro an die Aktionäre aus.

 Positive Entwicklung in Österreich

Auch für Österreichs Aktionäre dürften die Ausschüttungen wie schon im Vorjahr in der Tendenz steigen. 2016 haben die an der Wiener Börse notierten Aktiengesellschaften rund 2,3 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Bei der Hälfte der ATX-Titel wird auch 2017 mit einer Erhöhung der Dividende gegenüber dem Vorjahr gerechnet, sechs Konzerne sollten ihre Vorjahresdividende immerhin beibehalten, während nur vier ATX-Mitglieder ihre Aktionäre mit einer rückläufigen oder fehlenden Ausschüttung enttäuschen dürften.

 

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