5 außergewöhnliche Nachlassgeschichten

Sein gesamtes Vermögen fremden Menschen vermachen, das eigene Haustier dem Sohn vorziehen… In Sachen Erbschaft können Testamente für Überraschungen sorgen. Den Beweis treten diese 5 außergewöhnlichen Nachlassgeschichten an.

Chihuahua gegen einzigen Sohn: Das Duell

Im Jahre 2010 verstarb eine 67jährige amerikanische Millionärin aus Miami und hinterließ Conchita, ihrem Chihuahua, drei Millionen Dollar. Außerdem hat sie Ihrem Hauspersonal weitere 27 Millionen Dollar hinterlassen, damit sich die Angestellten bis zum Tode von Conchita um diese kümmern. Es wurden sogar zwei Bodyguards eingestellt, um auf den Hund aufzupassen! Auf der anderen Seite hat der einzige Sohn der Millionärin „lediglich“ eine Million Dollar geerbt. Conchita fährt heutzutage in einer Limousine und isst leckere Speisen, die eine Köchin für sie zubereitet. Und doch ist ihr Eigentum lange nicht so umfangreich wie das von Gunther IV, dem reichsten Hund der Welt!

Eine Wassermelone kaufen, ein paar Zehensandalen geschenkt erhalten

2013 hat in Carquefou bei Nantes ein Immobilienmakler eine Erbschaft erhalten, die sowohl ungewöhnlich als auch unliebsam war, denn sein Bruder, der im Süden Frankreichs lebte, war verstorben, just nachdem er eine eigene Zehensandalen-Marke auf den Markt gebracht hatte. Der Immobilienmakler musste somit 31.000 Paar bunte Zehensandalen schnellstmöglich verkaufen. Zum Glück hat sich ein weites Netz der Solidarität um ihn herum gespannt, und mehrere große Warenhäuser haben bei ihm bestellt. Ein Obst- und Gemüsehändler ist mit seinem ebenso außergewöhnlichen Hilfsangebot sogar noch einen Schritt weitergegangen: Er hat 1.500 Paar Zehensandalen gekauft und diese jeweils für den Kauf einer Wassermelone in spanischen Supermärkten verschenkt.

92 Jahre später geerbt

Bei seinem Tod im Jahre 1919 besaß Wellington Burt, ein überaus reicher Geschäftsmann aus Michigan, ein Vermögen von 80 Millionen Euro. Anstatt es jedoch seinen Kindern zu vererben, entschied er, das Vermögen bis 21 Jahre nach dem Tode des zu seinen Lebzeiten jüngsten Enkelkindes ruhen zu lassen. „Das goldene Ei“, wie er sein Vermögen nannte, brütete somit 92 Jahre lang, bevor es 2011 wieder zum Vorschein trat. Das Erbe wurde somit zwölf Erben vermacht, die Wellington Burt entsprechend nie gekannt haben. Jeder von ihnen hat zwischen 2,2 und 12 Millionen Euro erhalten.

Verkauf eines Berges aufgrund der Erbschaftssteuer

Hugh Lowther, ein britischer Aristokrat, hat 2014 einen Berg zum Verkauf angeboten, der sich im Lake Distrikt Nationalpark im Nordwesten Englands befindet. Dabei war der Berg Blencathra mit seinem großartigen Herrensitz seit über 400 Jahren der ganze Stolz der Familie. Um jedoch die Erbschaftssteuer zahlen zu können, die beim Tode seines Vaters angefallen ist, musste sich Hugh Lowther für 1,75 Millionen Pfund (2,12 Millionen Euro) vom Berg trennen. Er ist davon überzeugt, dass der neue Besitzer ein Schnäppchen geschlagen hat. Denn mit dem Kauf des Berges Blencathra, hat dieser auch den Titel eines „Lords“ und Weiderechte für ganz genau 5471 Schafe, 732 junge Schafe und 200 Lämmer erworben.

Chunmun, der Glücksaffe

Zum Schluss: Im Jahre 2015 hat ein kinderloses indisches Ehepaar entschieden, sein ganzes Vermögen Chunmun, seinem Hausaffen, zu vermachen. Die bitterarmen Brajesh Srivastava und seine Frau Shabista wurden von ihren jeweiligen Familien davongejagt, als sie gegen deren Willen heirateten. Sie adoptierten damals Chunmun. Shabista ist anschließend Anwältin geworden und ihr Mann Brajesh hat mehrere Unternehmen gegründet. Diesen sozialen und finanziellen Erfolg verdienen sie ihrer Meinung ihrem Affen, der ihnen Glück gebracht hat! Der genaue Betrag des Erbes ist nicht bekannt, jedoch spricht man von Millionen von Euro. Während Chunmun noch darauf wartet, an diesen Betrag zu gelangen, führt er bereits jetzt mit dem indischen Ehepaar, das ihn als seinen Sohn ansieht, ein komfortables Leben.

Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML-Tags und Attribute können Sie verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren   Akzeptieren